a Champions League

Die Ajax-Shootingstars: Frenkie de Jong (links) und Matthijs de Ligt © AP

Ajax hat Blut geleckt und würde am liebsten „alles abräumen“

Im Halbfinale der Champions League hat Ajax mit einem 1:0-Auswärtssieg bei Tottenham vorgelegt. In der heimischen Johan Cruijff ArenA will der niederländische Traditionsklub am Mittwochabend (21.00 Uhr) mit Selbstvertrauen vollgepumpt den Erfolgslauf fortsetzen.

Der am Wochenende eingefahrene Cup-Titel soll nicht der einzige in dieser Saison bleiben. „Es schaut so aus, als ob alles für uns läuft. Dieses Gefühl müssen wir bewahren“, sagte Daley Blind nach dem 4:0 gegen Willem II. „Wir sind noch nicht fertig, diese Saison kann noch viel besser werden“, betonte der Verteidiger. In der Ehrendivision kann Ajax den Titel noch einfahren, in der Champions League sieht man sich ebenfalls für Höheres bereit.

„Die Erinnerungen an den Aufstieg gegen Real Madrid werden immer bleiben. Aber man braucht auch etwas Handfestes, und das sind Titel“, sagte Trainer Erik ten Hag. Am liebsten würden die Mannschaft „alles abräumen“, so der 49-Jährige. Der Erfolg im Cup war der erste Gewinn einer Trophäe nach fünf Jahren Pause. In den kommenden Wochen könnte sich die Sammlung nun schlagartig vergrößern.

Tottenham muss in Amsterdam gewinnen. © APA/afp / OLAF KRAAK

Zuletzt stand Ajax 1996 – ein Jahr nach dem Sieg über Milan in Wien – im Finale der Champions League. Daley Blind war damals sechs Jahre alt, sein Vater Danny war für die Amsterdamer auf dem Spielfeld. Der nun 29-Jährige Daley ist einer jener Routiniers, die das junge Ajax-Team um Nebenmann Matthijs de Ligt, den künftigen Barcelona-Profi Frenkie de Jong oder Hinspiel-Torschütze Donny van de Beek anführen.
Son ist Tottenhams Hoffnungsträger
Tottenham erwischte nicht unbedingt eine ideale Vorbereitung. Das Ligaspiel bei Bournemouth wurde 0:1 verloren, Heung-min Son und Juan Foyth wurden dabei ausgeschlossen. Son ist in Amsterdam in Abwesenheit des verletzten Harry Kane der große Hoffnungsträger der Londoner. Der im Hinspiel gesperrte Stürmer aus Südkorea traf in der K.o.-Phase der Champions League fünfmal, darunter dreimal im Viertelfinale gegen Manchester City.

Für die Spurs geht es um die erstmalige Teilnahme in einem Finale des höchsten Europacup-Bewerbs. 1962 stand Tottenham im Halbfinale, unterlag dort Benfica. Trainer Mauricio Pochettino sprach auch deshalb von einer jetzt schon erfolgreichen Saison. „Es liegt in unseren Händen, ob wir im Finale dabei sind. Wenn es nicht sein soll, können wir dennoch stolz sein, weil niemand erwartet hätte, dass Tottenham heute hier steht“, erklärte der Argentinier. Er werde „stolz sein, was auch immer passiert“.

Ins Team zurückkehren könnte der vor einer Woche mit einer Kopfverletzung vom Feld gewankte Innenverteidiger Jan Vertonghen.
Champions League Halbfinale: Das Rückspiel am Mittwoch
Ajax – Tottenham (Hinspiel 1:0)

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Autor: apa

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