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Hingefallen: Cristiano Ronaldo ist mit Juventus ausgeschieden. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Aus im Achtelfinale! Porto stößt Juve ins Tal der Tränen

Faustdicke Überraschung im Achtelfinale der Champions League: Juventus ist gegen Underdog Porto ausgeschieden – und das, obwohl das Team von Andrea Pirlo über eine Stunde lang in Überzahl agierte. Dortmund ist indes weiter, allerdings haben sich im Spiel gegen Sevilla skurrile Szenen abgespielt.

Juventus und die Champions League – das ist und bleibt ein schwieriges Kapitel. In den letzten vier Jahren ist die Alte Dame nie weiter als ins Viertelfinale gekommen. Nach dem Achtelfinalaus im Vorjahr gegen Olympique Lyon blieben die Turiner auch heuer an einem Underdog hängen: Gegen den FC Porto gewannen Cristiano Ronaldo & Co. im Rückspiel daheim zwar mit 3:2 nach Verlängerung, doch nach der 1:2-Pleite aus dem Hinspiel war dieser Sieg zu wenig.


Besonders bitter für die Juve-Fans: Gegen den Außenseiter aus Portugal agierten die Turiner 66 Minuten lang in Überzahl, konnten das Aus aber auch mit diesem Vorteil nicht abwenden. In der ersten Halbzeit bot Juventus noch eine unterirdische Vorstellung und lag mit 0:1 im Hintertreffen – Sergio Oliveira traf nach einem Elfmeter (19.).

Chiesa spielt sich ins Rampenlicht
Nach der Pause ging ein Ruck durch den italienischen Rekordmeister, bei dem sich Federico Chiesa ins Rampenlicht spielte: Der 23-Jährige traf binnen 14 Minuten zwei Mal (49./63.) und brachte Juventus so mit 2:1 in Front. Weil in der 54. Minute auch noch Portos Mehdi Taremi eine dumme Gelb-Rote-Karte kassierte (er schoss, gelb-vorbelastet, den Ball weg), schien die Juve-Wende endgültig eingeleitet zu sein.

Portos Toni Martinez schreit sich die Freude aus dem Leib. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Doch in der Folge verpassten es der enttäuschende Cristiano Ronaldo und seine Kollegen, den dritten, entscheidenden Treffer zu erzielen – und hatte auch noch Pech, als Cuadrado mit einem Hammer in der 90. Minute nur die Latte traf. Es ging also in die Verlängerung – und hier avancierte Oliveira zum großen Porto-Helden, als er einen Freistoß schlitzohrartig unter die Mauer ins Netz setzte (115.). Juventus kam zwar prompt mit Adrien Rabiot zum 3:2 (117.) – doch das war aufgrund der Auswärtstorregel zu wenig.

Schlussendlich jubelte Porto über die Sensation in Turin. Bei Juventus, das auch in der Meisterschaft den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt, wird die Kritik an Trainer Andrea Pirlo nun sicher nicht leiser.
Absurde Szenen in Dortmund
Am Ende ist es zwar noch einmal spannend geworden, doch mit einem 2:2-Remis nach dem 3:2-Auswärtssieg im Hinspiel hat sich Dortmund gegen Sevilla weitergekämpft und steht erstmals seit 2017 im Viertelfinale. Ausschlaggebend war in beiden Duellen gegen die Spanier einmal mehr Naturgewalt Erling Haaland, der sowohl im Hinspiel als auch im Rückspiel doppelt traf und mit nunmehr zehn Toren der Toptorschütze der Königsklasse ist.

Dortmunds Matchwinner Erling Haaland (rechts). © APA/afp / LEON KUEGELER


Im heimischen Signal-Iduna-Park spielte Dortmund am Dienstagabend lange Zeit souverän und führte auch verdient mit 2:0 (35./54.), doch dann kamen die Gäste aus Spanien durch einen Elfmetertreffer von Youssef En Nesyri zum Anschluss (69.). Zwar drängte Sevilla die Dortmunder anschließend in die Defensive, der Ausgleichstreffer von En Nesyri in der sechsten Minute der Nachspielzeit kam aber zu spät.
Dortmund-Elfmeter statt Dortmund-Treffer
Die Szene des Abends ereignete sich kurz nach der Pause und zeigte, wie absurd der Fußball mit dem Videobeweis sein kann. Haaland erzielte in der 48. Minute nach einem wahren wie grenzwertigen Energieanfall das 2:0 für Dortmund. Dieser Treffer wurde von Schiedsrichter Cüneyt Cakir allerdings nach Videostudium zurückgenommen – weil Haaland rund eine Minute zuvor im Sevilla-Strafraum gefoult worden war. Bedeutet: Statt Dortmund-Treffer gab es Dortmund-Elfmeter. Damit aber nicht genug: Den Strafstoß des Norwegers hielt Yassine Bounou ebenso wie einen Nachschuss (52.). Weil sich Sevillas Torwart aber zu früh von der Linie bewegt hatte, wurde der Elfmeter wiederholt – und Haaland traf.

In der Champions League geht es am Mittwoch mit zwei interessanten Duellen weiter: Liverpool empfängt RB Leipzig (Hinspiel 2:0), PSG muss zu Hause einen 4:1-Vorsprung gegen Barcelona verteidigen.
Achtelfinal-Rückspiele am Dienstag
Juventus – Porto 3:2 n.V.
0:1 Foulelfmeter Oliveira (19.), 1:1 Chiesa (49.), 2:1 Chiesa (63.), 2:2 Oliveira (115.), 3:2 Rabiot (117.)
Hinspiel: 0:1 – Porto im Viertelfinale

Dortmund – Sevilla 2:2
1:0 Haaland (35.), 2:0 Foulelfmeter Haaland (54.), 2:1 En Nesyri (69.), 2:2 En Nesyri (90.+6)
Hinspiel: 3:2 – Dortmund im Viertelfinale


Autor: det

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