a Champions League

Juventus-Trainer Max Allegri mit ernster Mine bei der Pressekonferenz in Madrid. © APA/afp / GABRIEL BOUYS

Kein Sieg, kein Tor gegen Atletico: Juventus hofft auf den Ronaldo-Effekt

Der italienische Rekordmeister trifft am Mittwochabend im Achtelfinale der Champions League auf Atletico Madrid. Juventus lechzt nach dem Titel, doch die Spanier sind ein gefährlicher Gegner – und haben eine Bomben-Bilanz vorzuweisen.

Es war der Mine von Vizepräsident Pavel Nedved zu entnehmen. Als Juventus bei der Achtelfinal-Auslosung im Dezember der Gegner Atletico Madrid zugelost wurde, verfinsterte sich das Gesicht des „blonden Engels“, wie Nedved während seiner aktiven Zeit genannt wurde. Die Spanier haben zwar nicht den großen Namen von Real Madrid oder dem FC Barcelona, doch für Juventus ist Atletico der vielleicht schwerste aller möglichen Achtelfinal-Gegner.

Juventus hat noch nie gegen Atletico getroffen

Das mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, doch Atleticos Spielstil kommt den Italienern überhaupt nicht zu gute. Die Mannschaft von Diego Simeone, genannt „El Cholo“, ist defensiv und körperlich extrem stark und gehört taktisch zu den besten Teams der Welt. Vor allem der Abwehrriegel um Kapitän Diego Godin ist schwer zu knacken. Das weiß auch Juventus, denn in bisherigen zwei Spielen gegen Atletico gelang den „Bianconeri“ kein einziger Treffer.

Paulo Dybala, Cristiano Ronaldo, Moise Kean und Martin Caceres bei der Stadionbesichtigung am Dienstagabend. © APA/afp / GABRIEL BOUYS


Auch die individuelle Qualität von Atletico Madrid ist hoch – auch wenn die ganz, ganz großen Namen fehlen. Torhüter Jan Oblak gehört zu den besten seiner Zunft, die Viererkette mit Juanfran, Godin, Josè Gimenez und Weltmeister Lucas Hernàndez (er ist am Knie verletzt, wird das Hinspiel verpassen und durch Felipe Luis ersetzt) ist Weltklasse.

Dazu kommt das kampf- und spielstarke Mittelfeld, allen voran Koke und Saul Niguez, und ein durchschlagskräftiger Doppelsturm. In diesem wird neben dem französischen Weltstar Antoine Griezmann aller Voraussicht nach Alvaro Morata auflaufen. Der gebürtige Madrilene spielte zwei Jahre lang in Turin und wird von Juventus-Kapitän Giorgio Chiellini als „guter Freund“ bezeichnet.

Atletico gegen italienische Klubs ungeschlagen

Eine weitere Statistik die für Atletico spricht ist, dass die Spanier gegen italienische Klubs noch nie als Verlierer vom Feld gegangen ist. Neun Mal trafen die „Rojoblancos“ auf Italiener, bis auf zwei Remis (davon eines gegen Juventus) haben sie immer gewonnen.

Diego Simeone hat Atletico Madrid zu einer der „galligsten“ Mannschaften der Welt gemacht. © APA/afp / GABRIEL BOUYS

Und trotzdem: Juventus ist einer der Topfavoriten auf den Henkelpott. Dem großen Ziel, die Champions League endlich wieder nach Turin zu holen, wird alles untergeordnet. Die Leistungsträger Chiellini, Leonardo Bonucci und Mario Mandzukic (er spielte bei Atletico) sind rechtzeitig fit geworden. Dafür fehlt Sami Khedira, der an Herzproblemen leidet und bis auf absehbare Zeit fehlt.

Außerdem hat Cristiano Ronaldo eine Bilanz vorzuweisen, die seinesgleichen sucht: 31 Mal spielte der Portugiese gegen Atletico Madrid, in 22 Spielen davon hat er getroffen. Juventus hofft auf den Ronaldo-Effekt und darauf, dass der Superstar seine spielentscheidenden Qualitäten einmal mehr in wichtigen Spielen zeigt. Sollte das auch am Mittwochabend in Madrid so sein, dann dürfte auch Nedved etwas freundlicher dreinschauen.

Noch zwei Europacupspiele am Mittwoch

Schalke 04 empfängt in der heimischen Veltins-Arena den englischen Meister Manchester City. Zuvor spielen sich Sevilla und Lazio den ersten Achtelfinal-Platz in der Europa League aus. Das Hinspiel in Rom haben die Andalusier mit 1:0 gewonnen. Alle Spiele der Champions League und der Europa League gibt es im SportNews -Liveticker.

Die Spiele vom Mittwoch

Champions League, 21 Uhr
Atletico Madrid – Juventus (Live im SRF2 und Rai1)
Schalke – Manchester City


Europa League,18 Uhr
FC Sevilla – Lazio

Autor: cst

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