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Frankreichs Kapitänin Wendie Renard machte hinten dicht. © APA/afp / OLI SCARFF

Frankreich ist Gruppensieger

Die Französinnen setzten sich im Abendspiel der Gruppe D gegen Belgien durch und stehen dank den zwei Siegen aus zwei Spielen fest an der Tabellenspitze. Die erwartete Gala-Vorstellung blieb allerdings aus.

Frankreich startete am französischen Nationalfeiertag fulminant in das Gruppenspiel gegen Belgien, schon in der ersten Spielminute brannte der Belgische Strafraum lichterloh. In der sechsten Minute war es soweit: Nach einer präzisen Flanke nickte die groß gewachsene Kadidiatou Diani zum logischen Führungstreffer ein. Die Französinnen waren den Belgiern körperlich und spielerisch haushoch überlegen – alles deutete auf einen französischen Kantersieg hin.


Doch zunächst blieb es beim 1:0 Vorsprung, der letzte entscheidende Pass oder genaue Abschluss fehlte im Spiel Frankreichs. Aus dem Nichts fiel in der 36. Minute der Ausgleichstreffer. Nach einem direkt nach vorne laufenden Spielzug über zwei Stationen zappelte der Ball plötzlich im Tor der Französinnen. Plötzlich war der Underdog da und bereit der französischen Übermacht Parole zu bieten. Das belgische Momentum wurde durch ein weiteres Kopfballtor der Französinnen jäh gebremst. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich köpfte Griedge Mbock Bathy wuchtvoll in die Maschen zur erneuten Führung Frankreichs.

Spiel flacht zunehmend ab
In der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel vor sich hin, Belgien verteidigte konsequenter und der Titelanwärter Frankreich tat sich plötzlich schwer. Im Angriffsspiel Frankreichs mangelte es an Tempo und vor allem an Effektivität.

Aufregung gab es nur noch kurz vor Schluss: Nach einem verzogenen Schuss vom Fünfmeterraum meldete sich plötzlich der VAR zu Wort – Handelfmeter für Frankreich und Gelb-Rot für die belgische Verteidigerin Amber Tysiak. Die erfahrenste französische Spielerin Wendie Renard übernahm die Verantwortung und zog halbrechts ab. Eine leichte Beute für die belgische Torfrau Nicky Evrard, die den miserabel geschossenen Elfmeter nach vorne abklatschen lassen musste. Die Französinnen jubelten bereits über das fällige 3:1, doch auch den Nachschuss aufs leere Tor vergab Renard.

Belgien kann mit der Leistung gegen den großen Nachbarn zufrieden sein, nur sieben Akteure im Kader der Belgier spielen im Ausland, der Großteil ist in der kleinen heimischen Liga beschäftigt. Belgien hat noch alle Chancen auf ein Weiterkommen, im Spiel gegen Italien reicht ihnen ein Unentschieden.

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