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Können Bruno Fernandes und Manchester United ganz oben angreifen? © APA/afp / PAUL ELLIS

Die Premier League ist zurück: Die SportNews-Vorschau

Am Samstag ist endlich soweit: Die Premier League startet in die neue Spielzeit. Wir wagen die Prognose.

Erstmals seit 30 Jahren geht Liverpool als Titelverteidiger in die englische Fußballsaison. Viele erwarten auch in der neuen Spielzeit ein spannendes Rennen mit Vizemeister Manchester City. Oder wird es ein Dreikampf? Nach einer gigantischen Transferoffensive gilt auch der FC Chelsea wieder als möglicher Titelanwärter.

Rund 250 Millionen Euro hat der Londoner Verein in diesem Sommer für Neuzugänge ausgegeben. Doch auch wenn für die Offensive mit Kai Havertz, Hakim Ziyech oder Timo Werner starke Spieler kamen, ist die Defensive der Blues nicht annähernd so gut aufgestellt. Auch auf der Torhüterposition ist Chelsea – nach der letztjährigen Degradierung von Stammkeeper Kepa – stand jetzt nicht optimal aufgestellt.

Es läuft wieder auf einen Zweikampf hinaus
Im Gegensatz zu Chelsea waren Liverpool und City auf dem Transfermarkt kaum aktiv. Als einzigen Neuzugang vermeldeten die Reds den griechischen Linksverteidiger Kostas Tsimikas. Vizemeister Manchester City war ebenfalls ungewohnt sparsam. Bis dato ist das niederländische Abwehr-Ass Nathan Ake, der aus Bournemouth kam, der prominenteste Neuzugang der Citizens. Am Ende wird es vermutlich dennoch wieder auf einen Zweikampf der beiden Klubs hinauslaufen, auch weil die Teams von Jürgen Klopp und Pep Guardiola seit Jahren eingespielt sind. Am Ende sollten die Reds das Rennen machen, da sie in der Defensive besser organisiert sind.

Chelsea hat sich in der Offensive unter anderem mit Hakim Ziyech (Nummer 22) und Timo Werner (11) verstärkt. © APA/afp / GLYN KIRK


Neben Chelsea scheint auch Manchester United wiedererstarkt zu sein. Die Mannschaft hat sich in der vergangenen Saison unter Trainer Ole Gunnar Solskjær extrem weiterentwickelt und hat mit Ajax-Mittelfeldmann Donny van de Beek einen Qualitäts- und Mentalitätsspieler hinzubekommen. Die Red Devils sind erneut ein heißer Anwärter für einen Champions-League-Platz und sind ungefähr gleich stark einzuschätzen wie Chelsea, auch wenn es für ganz vorne – ähnlich wie bei den Blues – noch nicht reichen wird.
Können Tottenham und Arsenal mithalten?
Auch die Nordlondoner Klubs Tottenham und Arsenal werden voraussichtlich um die Champions-League-Plätze mitkämpfen. Während Arsenal seit dem Trainerwechsel zu Mikel Arteta viel besser spielt als zuvor, hat bei den Spurs dieser Effekt nicht unbedingt gegriffen. José Mourinho konnte seine Mannschaft bis dato nicht wirklich weiterentwickeln. Noch dazu ist das Team extrem von Top-Stürmer Harry Kane abhängig, der sehr verletzungsanfällig ist.
Wer wird „best of the rest“?
Hinter den Big Six dürfte Leicester City die besten Chancen auf den Titel „best of the rest“ haben. Die Foxes haben im Vorjahr die Champions League nur knapp verpasst und haben das Team bis jetzt weitestgehend zusammengehalten. Einzig Linksverteidiger Ben Chilwell ging zu Chelsea. Dafür hat man mit Atalantas Timothy Castagne bereits einen Nachfolger präsentiert. Viel zuzutrauen ist auch den Wolverhampton Wanderers (zuletzt zwei Mal Platz 7) und dem FC Everton. Das Team von Carlo Ancelotti hat das Mittelfeld mit den Südamerikanern James Rodriguez und Allan aufgerüstet.

James Rodriguez soll künftig bei Everton zaubern. © FIRO/SID


West Ham, Newcastle United und Southampton sind dagegen von deren Mannschaftsstärke klar im Tabellenmittelfeld anzusiedeln. Für eine Überraschung könnte Leeds United sorgen, das im Sommer nach 16 Jahren in die Premier League zurückkehrte. Die Mannschaft von Kult-Trainer Marcelo Bielsa pflegt einen offensiven Spielstil und hat sich mit dem spanischen Nationalspieler Rodrigo und dem deutschen Nationalspieler Robin Koch zwei äußerst interessante Spieler geangelt. Um in der Premier League eine gute Rolle spielen zu können, sind jedoch weitere Verstärkungen von Nöten. An der Euphorie sollte es beim Erzrivalen von Manchester United jedenfalls nicht mangeln.

Der Argentinier Marcelo Bielsa ist in Leeds längst Kult. © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Wer steigt ab?
Auch wenn Sheffield mit Platz 9 in der Vorsaison alle überraschte, dürfte das gefürchtete zweite Jahr nach dem Aufstieg deutlich schwerer werden. Neben Sheffield zählt auch Burnley, Brighton und Crystal Palace zu den Abstiegskandidaten. Alle drei Teams schafften in den letzten Jahren am Ende aber meist souverän den Klassenerhalt. Fulham will sich dagegen endlich wieder in der Premier League etablieren, nachdem man vor zwei Jahren sofort wieder abgestiegen war. Dafür hat sich der Londoner Klub mit PSG-Torhüter Alphonse Areola namhaft verstärkt. Trotzdem wird Fulham von Beginn an gegen den Strich spielen, genauso wie West Bromwich Albion, das ebenfalls neu in der Liga ist.

Autor: dl

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