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Wurde Opfer der iranischen Zensur: Sian Massey-Ellis. © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Iran zensiert Linienrichterin

Das Aufeinandertreffen von Manchester United und Tottenham Hotspurs (3:1) sorgte nicht nur wegen des Ergebnisses für Schlagzeilen. Im Mittelpunkt standen nämlich die Linienrichterin Sian Massey-Ellis und das iranische Staatsfernsehen.

„Wir dürfen solches Verhalten nicht normalisieren. Das ist nicht unsere Kultur. Das ist die Ideologie eines Unterdrücker-Staats“, stellt die Gruppe „My Stealthy Freedom“ klar. Grund für die Aufregung sind die diskriminierenden Gender-Gesetze Irans, gegen die sich die Organisation vermehrt einsetzt. Das iranische Staatsfernsehen hatte beim Top-Duell zwischen Manchester United und Tottenham Hotspurs regelmäßig die dort eingesetzte Linienrichterin Sian Massey-Ellis zensiert.


„Die TV-Zensoren waren erschüttert durch die Anwesenheit einer Schiedsrichterin in Shorts. Also blendeten sie sie einfach weg und zeigten Ansichten von Londoner Hinterstraßen, womit das Spiel der Lächerlichkeit preisgegeben wurde“, so die Gruppe weiter. Über das gesamte Spiel hinweg wurde Massey-Ellis über hundert Mal einfach ausgeblendet.

Massey-Ellis ist bereits seit über zehn Jahren als Schiedsrichter-Assistentin und Linienrichterin tätig. 2019 schrieb sie sogar Geschichte, als sie bei der Begegnung PSV Eindhoven – LASK Linz die erste englische Linienrichterin in der Europa League wurde.

Auch die AS Roma wurde zensiert
Bereits 2018 war das iranische Staatsfernsehen durch seine Zensur in die Schlagzeilen geraten. Damals hatte man das Logo der AS Roma teilweise zensiert, da dort die Zitzen der säugenden Wölfin zu sehen sind.

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