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Carlo Ancelotti ist der neue Trainer bei den Königlichen. © APA/afp / JAN KRUGER

Ancelotti übernimmt bei Real: „Helfer in der Not“

Real Madrid holt in der Not den vor sechs Jahren beurlaubten Carlo Ancelotti als Trainer zurück. Der spanische Fußball-Rekordmeister vermeldete am Dienstagabend das Comeback des Italieners. Zuvor hatte Ancelotti seinen Vertrag beim FC Everton vorzeitig aufgelöst.

Der 61-Jährige wird beim spanischen Club den Angaben zufolge einen Dreijahresvertrag unterzeichnen. Er löst bei Real Zinedine Zidane ab, der seinen Job vor kurzem vorzeitig gekündigt und sich anschließend in einem bitteren Abschiedsbrief über die Führung von Real Madrid beklagt hatte.


Die Königlichen hießen den Mann aus Reggiolo mit hochtrabenden Worten willkommen. Ancelotti kehre zum Club zurück, bei dem er zwischen 2013 und 2015 „Geschichte geschrieben“ habe, hieß es in der Mitteilung. Er hatte 2014 mit dem Gewinn der Champions League den insgesamt zehnten europäischen Königsklassen-Titel für den Verein geholt. Auf die symbolisch so wichtige Décima habe man nach dem neunten Titelgewinn zwölf Jahre lang warten müssen, hieß es. Nicht erwähnt wurde in der Mitteilung des Vereins allerdings, dass der noch amtierende Clubboss Florentino Pérez Ancelotti nur ein Jahr nach der Décima gnadenlos vor die Tür setzte, weil der Club in der Saison 2014/2015 keinen einzigen wichtigen Titel gewinnen konnte.

Zuerst entlassen, jetzt zurück
Ancelotti beweist nun, dass er nicht nachtragend ist. Und er wird in Madrid auch tatsächlich dringend benötigt. Er komme als „Helfer in der Not“, sei Teil eines „Notfallplans“, schrieb etwa die Madrider Fachzeitung AS. Warum? Der Weggang von Zidane kam für Pérez offenbar sehr überraschend, der Präsident habe eine schnelle Lösung gesucht, hieß es. Ancelotti war nämlich nach verschiedenen Medienberichten derweil keineswegs die erste Wahl des Presidente.

Pérez, so heißt es, hätte viel lieber den von Inter Mailand jüngst trotz des Gewinns des Serie-A-Titels beurlaubten Antonio Conte oder aber den Argentinier Mauricio Pochettino zum Santiago Bernabéu geholt. Conte habe aber (zu) hohe Forderungen gestellt. Nicht nur bezüglich des Salärs. Er habe für eine Zusage auch teure Verstärkungen verlangt, die sich der von der Pandemie gebeutelte Club derzeit noch nicht wieder leisten könne, hieß es. Und bei Pochettino deute alles daraufhin, dass er bei Paris Saint-Germain bleiben werde.

Schlagwörter: Fussball

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