a Frauenfußball

Roberto Genta, neuer Trainer bei Brixen OBI, ist eine Koryphäe im italienischen Frauenfußball. © Dieter Runggaldier

Ambitioniertes Projekt: Brixen peilt den Profifußball an

Still und leise hat sich der SSV Brixen OBI zu einer Spitzenmannschaft im regionalen Frauenfußball entwickelt. Jetzt peilt der Klub aus der Domstadt den Profifußball an.

Die abgelaufene Saison war für Brixen OBI eine gute: Lange Zeit hielt man sogar Unterland, das Aushängeschild im Südtiroler Frauenfußball, in Schach. Am Ende untermauerte Unterland Damen mit Tabellenplatz 3 zwar seine Vormachtstellung im Lande, doch das soll sich künftig ändern. In Brixen verfolgt man nämlich ambitionierte Ziele.

Serie B innerhalb von 3 Jahren
Weil der bisherige Trainer Marco Castellaneta eine Pause einlegt, hat man für die kommende Saison Roberto Genta als neuen Coach präsentiert. Er ist eine Koryphäe im Frauenfußball, bringt 30 Jahre Erfahrung und 2 Serie-A-Aufstiege (mit Clarentia Trient und CF Südtirol Vintl) mit. Jetzt soll er Brixen OBI helfen, innerhalb von 3 Jahren in die Serie B aufzusteigen. Damit würde Brixen in den bezahlten Frauenfußball, den es in Italien ab der Serie B gibt, vorstoßen. Im Grunde wäre Brixen dann eine Profimannschaft, auch wenn es Italien noch immer keinen Profistatus für Fußballerinnen gibt. Trotzdem: Die Serie B wäre logistische Herkulesaufgabe, der man sich im Verein bewusst stellt.

Daniela Schwienacher, Neuzugang bei Brixen OBI. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Die Brixner Ambitionen werden bereits vom Trainerstab, der insgesamt 5 Personen umfasst, untermauert. Neben Genta sind das Sergio Gadda (Co-Trainer), Luca Costantini (Trainer der Torhüterinnen), Catia Ferrari (Mentaltrainerin) und Melanie Mumelter (Athletiktrainerin). Zudem werden weitere externe Berater in der Vorbereitung das Trainerteam unterstützen. Sektionsleiter Florian Sullmann ist von diesem Konzept überzeugt: „Um Erfolg zu haben, braucht es nicht nur gute Spielerinnen, sondern auch einen hervorragend organisierten Trainerstab.“
Jugendarbeit und Integration als Steckenpferde
Der Kader von Brixen OBI besteht zu einem großen Teil aus jungen Südtirolerinnen, die es aus vielen Landesteilen in das Eisacktal zum Fußballspielen zieht. So wurde zum Beispiel die Ultnerin Daniela Schwienbacher, zuletzt bei Unterland, neu verpflichtet. Dazu kommen die Brixner Talente um Junioren-Nationalspielerinnen Elisa Pfattner. Sullmann: „Ansonsten haben wir uns nicht großartig verstärkt.“ Neben den sportlichen Zielen will der Klub wichtige Integrationsarbeit leisten, so Sullmann: „Wir haben einige junge Fußballerinnen aus Pakistan, Algerien oder anderen Ländern und wollen ihnen dabei helfen, sich in Brixen zu integrieren.“
„Die Integration von jungen Fußballerinnen aus fremden Ländern ist eine schwierige, aber wichtige Aufgabe für den SSV Brixen Obi.“
Sektionsleiter Florian Sullmann

Apropos junge Fußballerinnen: Insgesamt spielen rund 100 Mädchen in der Nachwuchsabteilung von Brixen. Die U9- und U11-Teams kicken in den VSS-Meisterschaften gegen gleichaltrige Buben, ab der U15 gibt es eigene Meisterschaften für Mädchen. Zudem stellt der Vereine ein U19-Team.

Autor: cst

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