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Die DFB-Frauen sind siegreich in die WM gestartet © SID / LOIC VENANCE

Deutschland und Spanien gewinnen Auftaktspiele

Die deutschen Fußballerinnen haben die "Chinesische Mauer" nach hartem Kampf überwunden und sind mit einem Arbeitssieg in die WM gestartet. Und auch Spanien hatte gegen Südafrika viel Mühe.

Dank eines Treffers von Youngster Giulia Gwinn (66.) gewann der zweimalige Weltmeister sein Auftaktspiel 1:0 (0:0) gegen China.
Damit bleibt es dabei, dass die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu Endrundenbeginn nicht zu schlagen ist. Sieben Siege und ein Remis stehen zu Buche. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg feierte in ihrem ersten Pflichtspiel einen glücklichen Dreier.

Die 15.283 Zuschauer, darunter DFB-Interimspräsident Rainer Koch, sahen einen guten Start der Deutschen. Sara Däbritz (3.) hätte den Weltranglisten-Zweiten, bei dem sechs WM-Debütantinnen in der Startformation standen, schon in der 3. Minute aus der Distanz in Führung bringen können.

Was folgte, war ein Spiel auf ein Tor. Die Asiatinnen mit dem bezeichnenden Spitznamen "Stahlrosen" agierten extrem defensiv und rustikal in der Zweikampfführung. Dass der Abwehrriegel kaum zu knacken war, machte die Deutschen zusehends nervös. Nach einem haarsträubenden Fehlpass von Innenverteidigerin Sara Doorsoun vergab Yang Li die große Chance auf das erste Tor für China (14.).

Nach dieser Schrecksekunde fing sich die Elf von Voss-Tecklenburg kurz wieder. Zunächst traf Carolin Simon die Latte (17.), dann konnte Spielführerin Alexandra Popp per Kopf nicht vollstrecken (20.).
Danach ging es aus deutscher Sicht bergab. Die ideenlose DFB-Elf arbeitete sich ohne Erfolg an der Defensive des Gegners ab und wurde immer unsicherer. Die Chinesinnen spürten die Schwäche ihres Gegners und wurden selbstbewusster. Das Team aus dem Reich der Mitte hätte gegen Ende der ersten Hälfte sogar die Führung verdient gehabt: Yang traf den Pfosten (44.).

Zu allem Überfluss trugen drei deutsche Spielerinnen (Popp, Simon und Spielmacherin Dzsenifer Marozsan) als Folge der harten Gangart der Chinesinnen Blessuren davon. Zu Beginn der zweiten Hälfte musste Simon durch die 17 Jahre alte Lena Oberdorf ersetzt werden - Oberdorf stieg damit zur jüngsten deutschen WM-Spielerin jemals auf.
Voss-Tecklenburgs Umstellungen fruchteten: Nach einer knappen Stunde wurden die Deutschen wieder stärker. Gwinn, die zur kommenden Saison vom SC Freiburg zu Bayern München wechselt, brachte die Überlegenheit mit dem zweiten Tor in ihrem neunten Länderspiel auf die Anzeigetafel.

Erstes Etappenziel ist Platz eins in der Gruppe B, um einem Achtelfinale gegen den Titelverteidiger aus den USA aus dem Weg zu gehen. Schlüsselspiel wird wohl das Duell mit Spanien am Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF und DAZN). Gegen WM-Neuling Südafrika am 17. Juni (18.00 Uhr/ARD und DAZN) ist Deutschland klarer Favorit.

Spanien musste zittern

Spanien hat bei der WM der Fußballerinnen in Frankreich mit Glück und einiger Mühe sein Auftaktspiel in der deutschen Gruppe B gewonnen. Dank zweier Elfmetertore von Jennifer Hermoso drehten die Spanierinnen am Samstag in Le Havre einen 0:1-Halbzeitrückstand gegen den krassen Außenseiter Südafrika noch in ein 3:1.

Thembi Kgatlana (25.) hatte mit einem Schlenzer zur überraschenden Führung für den WM-Debütanten Südafrika getroffen, der am 17. Juni in Montpellier letzter deutscher Gegner sein wird. Hermoso (70.) glich per Handelfmeter aus und verwandelte sieben Minuten vor dem Ende auch noch einen umstrittenen Foulelfmeter nach Videobeweis. Südafrikas Nothando Vilakazi sah in jener Szene die Gelb-Rote Karte (83.), Lucia Garcia setzte den Schlusspunkt (89.).

Deutschland – China 1:0
Tor:
1:0 Gwinn (66.)

Spanien – Südafrika 3:1
Tore:
0:1 Kgatlana (25.), 1:1 Hermoso (70./Handelfmeter), 2:1 Hermoso (83./Foulefmeter), 3:1 Garcia (89.)

Autor: sid

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