a Frauenfußball

Gaia Vuerich bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. © pentaphoto

Wie eine ehemalige Weltcup-Langläuferin die Fußball-Szene aufmischt

Mit 26 Jahren hat Gaia Vuerich 2018 die Langlaufski an den Nagel gehängt. In dieser Saison lief die Trentinerin für Unterland in der Damen-Serie-C auf. Wir haben mit ihr über diesen ungewöhnlichen Karriereweg gesprochen.

Als Vuerich mit 22 Jahren im Weltcup zwei Mal auf dem 4. Platz landete und bei den Olympischen Spielen 2014 den Einzug ins Sprint-Finale nur knapp verpasste, sagten ihr viele eine breite Zukunft voraus. Allerdings blieben die ganz großen Erfolge aus. So beendete die nun 27-Jährige im vergangenen Frühling - auch aufgrund von Zerwürfnissen mit dem italienischen Skiverband - ihre Karriere und erfand sich als Fußballspielerin bei Unterland neu.

Woher kommt dein Draht zum Fußball? Hast du schon als Kind Fußball gespielt?

Als ich klein war, habe ich immer Fußball gespielt - es ist ein Sport, der mich schon immer begeistert hat. Irgendwann musste ich jedoch aufhören, denn ich hatte das maximale Alter erreicht, um bei den Buben mitzuspielen.

Wie ist es nach deinem Karriereende dazu gekommen, dass du vom Langlauf zum Fußball gewechselt bist?

Eigentlich habe ich bereits die letzten zwei Saisonen bei Unterland gekickt, jedoch nur von März bis zum Ende der Spielzeit, da die Langlauf-Saison bis dorthin im Gange war. Heuer habe ich die erste komplette Fußballsaison hinter mich gebracht.

Wie kommst du bei den Unterland Damen zurecht und wie bewertest du die abgelaufene Saison?

Ich kenne nun den Präsidenten von Unterland seit drei Jahren. Er behandelt uns alle, als ob wir seine Töchter wären. Er setzt sich für die Mannschaft ein wo auch immer es geht. Diese Saison ist für uns weit über den Erwartungen verlaufen. Wir sind vor Mannschaften gelandet, die eine viel größere Kadertiefe haben und darauf sind wir stolz. In der nächsten Spielzeit wollen wir uns weiter verbessern.

Du hast jahrelang als Einzelsportlerin gegen die Stoppuhr bzw. Konkurrenten gekämpft. Wie ist es für dich Teil einer Mannschaft zu sein?

Zu Beginn war es für mich Neuland, denn in einer Mannschaft arbeiten alle zusammen, um ein einziges Ziel zu erreichen. Natürlich ist es nicht immer einfach mit 18 Spielerinnen, die alle ihren eigenen Charakter besitzen klar zu kommen, doch genau dies ist das Schöne eines Mannschaftssports. Ich habe auch ein wenig Mentalität geändert, denn ich weiß, dass meine Teamkolleginnen mir auf dem Feld zur Seite stehen und mich anspornen das Beste zu geben.

Was sind neben dem Fußball deine Leidenschaften?

Während meiner Freizeit gefällt es mir immer noch zu trainieren - egal ob mit dem Mountainbike, im Fitnessstudio oder einfach nur Laufen. Wenn ich Zeit habe, verfolge ich natürlich auch den Langlauf-Sport. Allerdings nur als Zuschauer und nicht als aktiver Athlet.

Autor: leo

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