a Italienpokal

Fabian Tait und seine Mitspieler dürfen sich nicht mehr mit Italiens Fußball-Elite messen. © Bordoni

Große Empörung: FC Südtirol & Co. von Pokal ausgeschlossen

In Italiens Profi-Fußball sorgt ein beispielloser Beschluss wiedermal für Kopfschütteln: Die ohnehin ein Schattendasein fristende Coppa Italia soll in Zukunft ausschließlich den Serie-A- und Serie-B-Vereinen vorbehalten sein. Der Sturm der Entrüstung ist enorm.

Anstatt sich an den durchaus beliebten Pokalwettbewerben in England oder Deutschland ein Beispiel zu nehmen, geht Italiens Fußball einen ganz eigenen Weg: Künftig werden nicht mehr die ligaüberschreitenden Duelle Klein-gegen-Groß forciert, stattdessen soll ein geschlossener Kreis von Erst- und Zweitligisten für attraktive Spiele und gute Fernsehunterhaltung sorgen. Diesen Beschluss hat der Ligaverband am Mittwoch in einer Ratssitzung gefällt.


Damit wird das Teilnehmerfeld im Italienpokal von bislang 78 Mannschaften, darunter 29 aus der Serie C und 9 aus der Serie D, um fast die Hälfte reduziert. Wobei sich die Top-Klubs in Vergangenheit ohnehin die ersten Runden sparen und erst im Verlauf der Pokalsaison einsteigen durften.

Teilnehmerfeld fast halbiert
Künftig sollen sich nur mehr 20 Teams aus der Serie A und 20 aus der zweiten Klasse gegenüberstehen. Wobei bereits zum Auftakt am 15. August 12 Erstligisten am Start sein werden, die weiteren steigen in der folgenden Runde ein.
„Mit allen Mitteln um die Fußballkultur kämpfen“
Lega-Pro-Präsident Francesco Ghirelli
Diese kurzfristige Pokal-Reform sorgt nicht nur bei vielen Fans im Stiefelstaat für Kopfschütteln, sondern insbesondere bei den unterklassigen Vereinen. Francesco Ghirelli, der Präsident der Lega Pro (die Dachorganisation der Serie C), spricht von einem „Elite-Bestreben im italienischen Fußball“, das gegen die Rechte der kleinen Klubs verstoße. Am Montag hat die Lega-Pro-Spitze ein Treffen einberufen, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Ghirelli kündigt jedenfalls an: „Wir werden mit allen Mitteln um die Fußballkultur und die gefestigten Werte dieses Sports kämpfen.“

Ob sich die Entscheidungsträger aus den höheren Etagen davon beeindrucken lassen werden, ist fraglich. Sie haben sich am Mittwoch übrigens auch auf die Eckdaten der neuen Serie-A-Saison festgelegt: Los geht es am 22. August, spätestens mit dem letzten Spieltag am 22. Mai steht der Gewinner des Scudetto fest. Vom 23. Dezember bis 6. Januar wird eine zweiwöchige Winterpause eingeschoben.

Schlagwörter: Fussball

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