a Serie C

Unzufrieden: Stefano Vecchi hadert mit seinen Stürmern. Matteo Rover hat seit dem 6. Dezember nicht mehr getroffen. © E. Bordoni (2)

Ausgerechnet jetzt: Verletzungssorgen beim FCS

Ausgerechnet vor der wichtigsten Woche der Saison hat beim FC Südtirol der Verletzungsteufel zugeschlagen. Drei Stammspieler drohen auszufallen. Wie können sie gegen Carpi und im Schlagerspiel gegen Padova ersetzt werden?

Nach der 0:2-Pleite gegen Feralpisalò musste der FC Südtirol die Tabellenführung an Padova abgeben. Zeit sich zu ärgern haben die Weißroten nicht, denn schon am Mittwoch steht das nächste Match auf dem Programm. In Carpi (17.30 Uhr) und am Sonntag daheim im Topspiel gegen Padova (20.30 Uhr) wird sich zeigen, ob der FC Südtirol reif für den Titel ist.


Doch ausgerechnet vor dieser richtungsweisenden Woche hat der Verletzungsteufel zugeschlagen. Gleich drei FCS-Akteure mussten gegen Feralpisalò verletzt ausgewechselt werden: Alessandro Malomo, Emanuele Gatto und Raphael Odogwu. Zudem stand Winter-Neuzugang Mattia Marchi gar nicht erst im Kader und Jan Polak, den das Coronavirus erwischt hat, ist gerade erst wieder fit geworden. Eine Mini-Baustelle gibt’s auf der rechten Abwehrseite. Hamza El Kaouakibi ist nicht mehr in der Form vom Herbst und Neuzugang Gabriele Morelli ist solide, aber (vor allem offensiv) kein Topspieler.

Greco muss jetzt abliefern
Gut für Trainer Stefano Vecchi, dass mit Fabian Tait (er musste eine Gelbsperre absitzen) ein absoluter Leistungsträger zurückkehrt. Auch Alessandro Malomo, der am Sonntag nach einem Schlag auf den Knöchel früh raus musste, sollte dabei sein. Ansonsten stehen mit Kevin Vinetot, Marco Curto und Polak drei weitere klasse Innenverteidiger zur Verfügung. Für Marchi, Gatto und Odogwu sieht es hingegen schlecht aus. Alle drei haben Muskelverletzungen erlitten, die sie zu einer längeren Pause zwingen könnten.

Fällt Emanuele Gatto aus, dann wird Leandro Greco enorm wichtig. Er ist der einzige gelernte Sechser im FCS-Kader.

Besonders schmerzhaft ist der Ausfall von Gatto, der im Mittelfeld zwar unauffällig, aber unersetzbar ist. Der 26-jährige Piemontese ist auf der „Sechs“ eine Garantie und ersetzte zuletzt Tait auf der halbrechten Position. Sein Ausfall wird Leandro Greco zu viel Spielzeit verhelfen. Der römische Star-Neuzugang muss jetzt endlich zeigen, dass er mehr als nur ein Lückenfüller ist. Viele weitere Optionen bieten sich Vecchi vor der Abwehr nicht. Tait oder Kapitän Hannes Fink wären Notlösungen, ihre Stärken liegen aber in anderen Bereichen. Für Fink geht es auch um einen neuen Vertrag, nachdem das aktuelle Arbeitspapier zu Saisonende ausläuft. In den letzten Wochen spielte der Kapitän kaum eine Rolle: nur fünf Minuten in den letzten vier Spielen, nur 20 Prozent der gesamten Minutenanzahl in dieser Saison absolviert.
Vecchi braucht endlich Stürmertore
Besorgniserregend ist die Situation im Sturm. Im Jahr 2021 gab es nur ein (!) Stürmertor, das aus dem Spiel heraus erzeugt wurde. Dieses Tor hat Marchi gegen Matelica erzielt. Doch der 32-Jährige fehlt und so ist Manuel Fischnaller jener Stürmer, der das letzte FCS-Tor aus einer Angriffsaktion heraus geschossen hat. Das ist allerdings bereits ein Weilchen her (am 23. Dezember gegen Triestina). Der formstärkste in der Offensivabteilung war Odogwu, doch auch der Italo-Nigerianer ist verletzt.

So werden es Matteo Rover, Fischnaller und Simone Magnaghi richten müssen. Die Erfolgsaussichten? Schlecht. Im Schnitt trifft alle 415 einer von diesen drei FCS-Stürmern – zusammengerechnet wohlgemerkt.

Autor: cst

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