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Reggiana wird in der kommenden Saison nicht gegen den FC Südtirol spielen. © DLife

Chaos im italienischen Fußball: Bari und Cesena sind pleite

Der italienische Profifußball ist eine große Baustelle. Neben der programmierten Pleite von Cesena, musste auch ein zweiter Traditionsklub aus der Serie B Insolvenz anmelden. Und auch in der 3. Liga sind einige Vereine am Ende.

Am vergangenen Donnerstag, 12. Juli, hat Serie-B-Ligist Bari mit der Vorbereitung für die kommende Saison begonnen. Jetzt, fünf Tage später ist klar, dass es für den Traditionsverein keine kommende Saison geben wird: der Klub ist pleite. Ex-Spieler Luca Marrone schrieb auf Instagram: „Ein hässlicher Tag für Bari und seine Fans. Es ist nicht akzeptabel, so zu enden. Das hat Bari nicht verdient!“

Dem 1908 gegründeten Klub aus Apulien fehlen drei Millionen Euro um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Jetzt muss Bari neu gegründet werden. Aller Voraussicht nach wird der Verein als AS Bari 2018 in der Serie C neu starten. Drahtzieher dieser Aktion ist Nicola Canonico, aktuell Präsident von Serie-C-Klub Bisceglie (er will den Verein Bisceglie umbenennen und den Sitz nach Bari verlegen). Alle Spieler, die noch unter Vertrag standen, sind ab sofort vertragslos.

Siena und Ternana profitieren

Neben Bari wird auch Cesena nicht an der anstehenden Serie-B-Saison teilnehmen. Allerdings kommt der K.o. des Vereins aus der Emilia Romagna nicht überraschend. Bereits seit Monaten war von einem Aus von Cesena gesprochen worden. Mit Avellino riskiert ein dritter Klub, die anstehende Saison zu verpassen.

Nutznießer der Nicht-Einschreibungen von Bari und Cesena sind zwei andere Vereine. Siena (sie haben das Play-off-Finale der Serie C verloren) und Ternana (aus der Serie B abgestiegen) werden auf dem Verbandsweg zurück in die zweithöchste italienische Liga geholt. Sollte noch ein Platz frei werden (jener von Avellino), dann stehen Pro Vercelli und Novara in den Startlöchern.

Auch in der Serie C herrscht Chaos

Die Pleiten der Serie-B-Vereine haben auch Auswirkungen auf die Serie C. Zumal mit Mestre, Andria und Reggiana auch dort drei Vereine wegfallen. Vor allem die Pleite von Reggiana ist eine Überraschung. Bis zuletzt war man in Reggio Emilia davon ausgegangen, dass man den Klub noch irgendwie retten kann. Jetzt soll der Traditionsverein in der Oberliga neu starten, doch lieber würde sich Reggiana in die Serie D einschreiben. So könnte man im Mapei-Stadion bleiben.

Während sich mit Lucchese ein Pleite-Klub gerade so retten konnte, muss Mestre ebenfalls neu anfangen. Die Venezier schienen schon vor Wochen pleite, schrieben sich aber auf den letzten Drücker in die Serie C ein. Doch auch das half nichts, Meste kann den Profifußball nicht aufrechterhalten und muss im Amateurfußball neu anfangen.

Somit gibt es in der Serie C bis zu sieben freie Plätze (Vicenza und Bassano sind fusioniert). Drei davon werden vermutlich von B-Mannschaften aus der Serie A eingenommen. Juventus und Milan haben sich schon eingeschrieben. Die dritte Zweitvertretung könnte aus Rom kommen, wo die Roma Interesse an einer B-Mannschaft in der Serie C bekundet hat.

Autor: cst

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Kommentare (1)

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Nestl Jürgen [melden]

Richtig so, schlecht geführte Profi Vereine gehören weg. Die sollen Platz machen für die seriösen die gut arbeiten und auf Jugend setzen.

17.07.2018 18:30

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