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Die Zeit drängt: Michael Cia möchte lieber heute als morgen mit einem Team in die Saisonvorbereitung einsteigen. © DLife_LO

Cia, Laner und Fischnaller stecken in der Warteschleife

Von der zweiten bis in die vierte italienische Liga will das Transferkarussell einfach nicht richtig Fahrt aufnehmen. Zu den Leidtragenden zählen auch drei Profis aus Südtirol, die die geduldigen Zuschauer geben und weiter auf den Aufsprung warten.

Der Name Michael Cia war in Südtiroler Fußballkreisen in den letzten Wochen wohl der am häufigsten genannte. Nicht nur hierzulande blicken viele auf den sportlichen Werdegang des 29-jährigen Montaners, der kommende Woche seinen 30. Geburtstag feiert. Offenbar weckt er auch jenseits der Landesgrenzen Interesse. So wurde seit seinem umstrittenen Abschied beim FC Südtirol ein halbes Dutzend Vereine beim Flügelspieler vorstellig. Zunächst waren es Reggina und der letztjährige FCS-Playoff-Gegner Viterbese, die starkes Interesse bekundeten, dann eine ganze Reihe weiterer Serie-C-Vereine. Auch lose Anfragen von namhaften Serie-D-Klubs wie Modena und Mantova sollen Cia vorliegen. Eine Einigung konnte allerdings mit noch keinem der Bewerber erzielten werden.

Simon Laner hat vergangene Saison kein Spiel für Verona bestritten, ist vertraglich aber noch gebunden.

Apropos Mantova: Der Traditionsklub und langjährige FC-Südtirol-Gegner steht seit Wochen in Verhandlungen mit Simon Laner . Beide Parteien haben auch schon ein grundsätzliches Abkommen geschlossen – und dennoch entwickelt sich der angestrebte Wechsel dieser Tage zu einer ungeahnten Seifenoper. Der Stammverein des 34-Jährigen aus Meran, Serie-A-Absteiger Hellas Verona, will von einer Einigung nichts wissen. Die Gespräche um die Auflösung von Laners bis 2019 datierten Vertrages sind aus finanziellen Gründe mittlerweile so zerfahren, dass der Klub seinem langjährigen Musterprofi sogar einen „Maulkorb“ auferlegt hat.

Manuel Fischnaller im weißen Shirt. Welche Farben er kommende Saison trägt, ist noch unklar.

Ähnlich verzwickt ist die Situation in der Causa Manuel Fischnaller . Der Stürmer aus Signat sieht sich nach drei Jahren in Alessandria nach einer neuen Herausforderung um. Mit Ligakonkurrent Piacenza wurde auch schnell ein Interessent gefunden, allerdings ist der frühere Erstligist nicht bereit, für Fischnaller tief in die Tasche zu greifen. Auch mit Alessandria scheinen noch nicht alle Details geklärt. Dort zählte Fischnaller vergangene Saison mit 11 Toren zu den Leistungsträgern und dort besitzt er – eine weitere Parallele zum Fall Laner – noch einen gültigen Vertrag bis 2019.

Die Situation zeigt: Fußballer, die durchs breite Sieb der beitragsgeförderten Jugendspielerregel fallen, also jene die älter sind als 23, haben einen schweren Stand. Sie stehen zwar bei vielen Klubs am Zettel, doch die Vereinsbosse zeigen bei Vertragsverhandlungen nur wenig Gesprächsbereitschaft, geschweige denn sind sie bereit, Ablösegelder auf den Tisch zu legen. Das wissen auch Cia, Laner und Fischnaller, denen nichts anderes bleibt, als zu warten, dass das Transferkarussell gegen Ende des Sommers richtig Fahrt aufnimmt.

Autor: fop

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