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Roberto Fabbricini entschied, dass die Serie B mit 19 Klubs starten soll. Jetzt ist das Schlamassel perfekt. © ANSA / GIUSEPPE LAMI

Die Farce geht weiter: FCS-Spielkalender erst nächste Woche

In einer Woche startet der FC Südtirol in die neue Saison. Weil viele Drittligisten um eine Rückkehr in die Serie B angesucht hatten, wurde die Veröffentlichung der Spielkalender immer wieder nach hinten verschoben. Am Samstag sollte es soweit sein. Doch wieder gefehlt – und zwar weit.

Seit zwei Wochen läuft die Serie B. Es gab viel Kritik von allen Seiten, denn anstatt mit 22 Mannschaften startete die zweite italienische Liga nur mit 19 Klubs in die neue Saison. Das ist ungewöhnlich, doch Roberto Fabbricini, Übergangs-Kommissar des italienischen Fußballverbandes, hatte so entschieden. Der Grund: Bari, Cesena und Avellino waren bankrott und wurden in der Folge vom Verband ausgeschlossen. Um auf die geforderte Anzahl von 22 Mannschaften zu kommen, sollten Siena, Ternana und Pro Vercelli aufrücken („ripescaggio“).

Doch das passte Novara nicht. Die Lombarden, im Vorjahr abgestiegen, wollten ebenfalls in die Serie B zurück. Doch weil sie innerhalb der letzten drei Jahre Strafpunkte kassiert hatten, wurden sie für die Rangliste nicht berücksichtigt. Das ist eine Regel, die seit 2016 in Kraft ist. Novara klagte dagegen und bekam in den ersten beiden Instanzen Recht.

Auch der FC Südtirol ist betroffen

Jetzt liegt das ganze Schlamassel beim CONI, wo Franco Frattini über das Schicksal der Serie B entscheiden soll. Doch der konnte sich bis jetzt, Stand Freitagabend, nicht dazu durchringen eine Entscheidung zu fällen. Und weil die möglichen „ripescaggi“ der Drittligisten über die Gruppen-Zusammensetzung der Serie C entscheiden, fällt jetzt auch die für Samstagabend geplante Spielkalender-Vorstellung ins Wasser.

Franco Frattini soll über die Rekurse, der Drittligisten entscheiden. © ANSA / ANGELO CARCONI


Davon betroffen ist auch der FC Südtirol. Eine Woche vor Meisterschaftsbeginn wissen Trainer Paolo Zanetti & Co. nicht, auf wen sie am ersten Spieltag treffen. Jetzt soll am Dienstagvormittag darüber entschieden werden, ob und welche Klubs in die Serie B nachrücken. Erst wenn das fix ist, können die Kreise und Spielpläne der Serie C erstellt werden – doch auch das scheint nach den ständigen Verschiebungen in den letzten Wochen ungewiss. Was mit Sicherheit bleibt, ist eine nie dagewesene Farce und der Beweis dafür, dass der italienische Fußball noch längst nicht zurück in alten, goldenen Zeiten ist.

Autor: cst

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