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Manuel Fischnaller (l.) war zwar bemüht, konnte Perugias Defensivriegel aber nicht knacken. © fcs

Diese Niederlage schmerzt: FCS verliert Topspiel in Perugia

Im Renato-Curi-Stadion in Perugia, dort wo um die Jahrtausendwende zwei Mal Serie-A-Meisterschaften entschieden worden sind, hat der FC Südtirol eine herbe Niederlage kassiert, die am Ende den Ausgang einer ganzen Saison bestimmen könnte.

Nur vier Tage nach dem rundum überzeugenden Heimsieg gegen den Tabellenvierten Modena musste sich der FCS im nächsten Spitzenspiel beim Dritten Perugia mit 0:1 geschlagen geben und die erste Auswärtsniederlage seit fünf Monaten einstecken. Zwar liegen die Südtiroler (bei einem Spiel mehr) noch zwei Zähler vor dem früheren Erstligisten, allerdings ist Spitzenreiter Padova mit einem Auswärtssieg in Pesaro enteilt und hat den einzigen direkten Aufstiegsplatz sechs Runden vor Schluss deutlich abgesichert.


Die Partie in der Hauptstadt Umbriens war eine völlig verrückte, in der der FC Südtirol zunächst dort weitermachte, wo er am Mittwoch gegen Modena aufgehört hatte, am Ende der 90 Minuten aber nicht einen einzigen gefährlichen Torschuss verbuchen konnte. Dabei wurde die erste halbe Stunde fast ausschließlich in der Hälfte der Hausherren gespielt. Die Vecchi-Schützlinge ließen Ball und Gegner laufen, ohne jedoch gezielte Nadelstiche zu setzen. Einen solchen drückte Perugia in der 29. Minuten dem FC Südtirol bis ins Mark: Nach einem Eckball konnte Torhüter Giacomo Poluzzi einen Schuss von Jacopo Murano zwar noch abwehren, allerdings stand der aufgerückte Salvatore Monaco goldrichtig und schob den Abpraller über die Linie.

30 dominante Minute reichen nicht
Das zu diesem Zeitpunkt völlig unverdiente 1:0 für Perugia sollte der Partie eine entscheidende Wende verleihen, denn in der Folge war der FCS nicht mehr wiederzuerkennen. Wo die Weiß-Roten bis dahin noch mit Leichtigkeit an die Strafraumgrenze vordringen konnten, ging plötzlich nichts mehr. Aus dem vielen Ballbesitz resultierten nur ganz selten klare Offensivlösungen. Einzig ein Kopfball des Schweden Nermin Karic, der über die Latte streifte, sorgte kurz vor der Pause für Gefahr.

Erneut Dreh- und Angelpunkt im Spiel des FC Südtirol: Daniele Casiraghi. © fcs


Das Bild sollte sich auch in der Schlussphase nicht grundlegend ändern, als Vecchi mit Matteo Rover und Simone Magnaghi neue Kräfte brachte und damit all seine verfügbaren Offensivakteure zeitgleich im Spiel hatte. Bis in den Abschlussbereich schafften sie es nur selten. Auf der Gegenseite konnte Poluzzi eine Großchance von Murano vereiteln. Doch auch so blieb es dabei: Der FCS geht auswärts zum zweiten Mal in dieser Saison, zum ersten Mal seit dem 0:2 am 25. Oktober in Padua, leer aus und muss im Kampf um den direkten Aufstieg einen schmerzhaften Rückschlag einstecken.


AC Perugia – FC Südtirol 1:0

Perugia (4-3-3): Minelli; Cancellotti, Monaco, Angella, Favalli; Kouan, Burrai (77. Moscati), Vanbaleghem (77. Sounas); Elia (81. Bianchimano), Murano (77. Melchiorri), Minesso (66. Falzerano)
Trainer: Caserta

FCS (4-3-2-1): Poluzzi; El Kaouakibi (75. Morelli), Malomo, Curto (81. Magnaghi), Fabbri; Tait, Karic (61. Rover), Greco (75. Gatto); Casiraghi, Voltan; Fischnaller
Coach: Vecchi

Tore: 1:0 Salvatore Monaco (29.)

Die weiteren Partien der 32. Runde:
Vis Pesaro – Padova 0:2
Feralpisalò – Gubbio 1:0
Legnago – Gubbio 1:1
Triestina – Carpi 1:0
Virtus Verona – Fano 3:1
Arezzo – Imolese 0:0
Matelica – Fermana 5:1
Modena – Cesena 1:0
Die Tabelle:
SPGUVTVP
1. Padova32207562:2267
2. FC Südtirol321711454:2262
3. Perugia321710554:2961
4. Modena32176938:2357
5. Triestina321312741:3351
6. Feralpisalò321481042:4050
7. Matelica321471154:5349
8. Sambenedettese321211941:3947
9. Cesena30129941:3245
10. Virtus Verona321014837:3344
11. Mantova3111101044:4443
12. Gubbio3110111034:3641
13. Fermana328131127:3537
14. Carpi328101433:5034
15. Vis Pesaro32961733:4733
16. Imolese32781730:4729
17. Legnago325131424:3928
18. Fano324151327:4127
19. Arezzo324121629:5524
20. Ravenna30491725:5021


Autor: fop

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