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Seit acht Spielen Reservist: Rocco Costantino ist beim FC Südtirol auf das Abstellgleis geraten. © Alle Bilder: DLife

FC Südtirol im Winter: Die Streichliste

Die Hinrunde des FC Südtirol verlief durchwachsen. Jetzt hat das Transferfenster für die Profivereine geöffnet und die Weißroten können personell nachlegen.

Vor allem im Angriff drückt der Schuh. In 20 Meisterschaftsspielen erzielte die FCS-Offensivabteilung nur 18 Tore. Fünf davon gehen auf das Konto von Neuzugang Caio De Cenco. Der Brasilianer passt gut in das Spielsystem von Trainer Paolo Zanetti und ist im Gegensatz zu Rocco Costantino, der vier Mal getroffen hat, kein reiner Knipser. Statistisch gesehen trifft der Publikumsliebling (alle 211 Minuten ein Tor) sogar regelmäßiger als De Cenco (234 Minuten).

Costantino ist unzufrieden

Auf der Streichliste für den Winter steht trotzdem Costantino. Der Angreifer ist unzufrieden mit seiner Reservistenrolle. Im Sommer kokettierte Costantino mit einem Wechsel in die Serie B, jetzt sitzt er eine Liga tiefer auf der Bank. Das ist nicht der Anspruch des 28-Jährigen, der seit Wochen mit Teramo und Vis Pesaro im Kontakt steht. Sobald der FCS einen Ersatz gefunden hat, wird Costantino den Verein aller Voraussicht nach verlassen.

Vertschüsste sich im Sommer aus Bozen, könnte aber bald zurückkehren: Filippo Sgarbi.

In der Abwehr steht Matteo Procopio vor dem Absprung. Der Linksverteidiger, ausgeliehen von Torino, kommt nicht an Alessandro Fabbri vorbei und hat lediglich acht Kurzeinsätze vorzuweisen. Ähnlich sieht es bei Fabio Della Giovanna aus. 21-jährige Linksfuß konnte in seinen fünf Hinrunden-Einsätzen nicht überzeugen. Findet Sportdirektor Paolo Bravo einen Ersatz, könnte die SPAL-Leihgabe den Verein verlassen. Als möglicher Neuzugang gilt Filippo Sgarbi, der im Vorjahr in der FCS-Abwehr herausragend war. Unter Trainer Alessandro Nesta kommt er bei Perugia in der Serie B kaum zum Zug.

Sportdirektor Bravo unter Druck

So gut wie sicher weg ist Andrea Boccalari. Der Mittelfeldspieler ist seit eineinhalb Jahren in Bozen. Obwohl Zanetti große Stücke auf den 20-Jährigen hält, kommt Boccalari nicht über seinen Status als Reservist hinaus. Er wird in die Serie D verliehen, wo er regelmäßig Spielpraxis sammeln soll. Ein weiterer Streichkandidat ist Stefano Antezza. Er ist ein reiner Abräumer, bei ihm steht Quantität und nicht Qualität an erster Stelle. Möglich, dass er seinen Platz für einen technisch hochwertigeren Mittelfeldspieler räumen muss.

Fleißiger Arbeiter im Mittelfeld: Stefano Antezza kommt zwar auf Einsatzminuten, bringt aber wenig zustande.

So oder so: Sportdirektor Bravo muss in der Winterpause liefern. Unter seinem Vorgänger Aladino Valoti wurden aus unbekannten Spielern später Kracher-Transfers (Martin Erlic, Sgarbi, Emmanuel Gyasi). Das kann Bravo bisher nicht vorweisen. Seine stärksten Neuzugänge sind De Cenco und Francesco De Rose. Doch ausgerechnet für den ist im FCS-System wenig Platz – denn mit Luca Berardocco stand bereits ein hochkarätiger Sechser im Kader. Die Versuche den Süditaliener als Halbflügel einzusetzen sind gescheitert.

Autor: christian staffler

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