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Vizekapitän Fabian beim Training am Mittwoch in Rungg: „Die Ungewissheit ist das Schlimmste.“ © FCS / Facebook

FCS vor Neustart? „Wissen selbst nicht, was glauben“

Als am Mittwochabend der Abbruch der Amateurliga-Spielzeiten und die Fortsetzung der Profiligen beschlossen wurde, gab es vielerorts überraschte Gesichter. Auch beim FC Südtirol, denn im Grunde war die Serie-C-Saison bereits abgebrochen worden. SportNews hat Vize-Kapitän Fabian Tait gefragt, wie es jetzt weitergeht.

Am 7. Mai beschlossen die Drittligavereine, dass sie ihre Saison abbrechen wollen. Die Tabellenführer sollten aufsteigen, Absteiger sollte es keine geben. Diesen Vorschlag reichten die Klubs bei Italiens Fußball-Boss Gabriele Gravina ein. Seit Mittwochabend weiß man, dass der Vorschlag abgelehnt wurde. Stattdessen sollen FC Südtirol & Co. wieder mit dem Spielbetrieb starten – soweit der Tenor des Verbands. Doch viele Fragen bleiben offen.

Direkter Playoff-Beginn? FCS hätte ein Freilos
„Wird jetzt gespielt oder nicht? Diese Unklarheit und das Hin und Her sind das Schlimmste“, sagt Fabian Tait und ergänzt: „Wir wissen selbst nicht, was wir glauben oder sagen sollen.“ Der FCS-Vizekapitän ist ein direkter Betroffener, sollen doch auch die Serie-C-Profis bald wieder Spiele bestreiten. Doch selbst die Klubs sind sich nicht sicher, dass die Liga tatsächlich wieder gestartet wird. Die Risiken scheinen groß.
„Leider herrscht viel Ungewissheit. Ich denke, noch ist alles offen.“
Fabian Tait über den geplanten Neustart

Am 28. Mai soll eine endgültige Entscheidung fallen. Dabei geht es in der Serie C auch um das Wie: Werden alle 11 ausständigen Spieltage nachgeholt? Oder wird direkt mit den Playoffs gestartet? Tait würde die zweite Variante bevorzugen: „Ich denke, das wäre das Beste. Ich kann mir schon vorstellen, dass wir noch die Playoffs spielen.“ Sollte dieser Fall eintreten, würde der FCS als Viertplatzierter ein Freilos in der 1. Runde haben.
FCS-Training: Dreiergruppen und Stationen
Doch auch weitere Fragen sind bisher unbeantwortet. So steht in der Serie A eine Kasernierung, sprich eine Situation wie bei einer WM-Endrunde, mit einem fixen Teamhotel bis Saisonende, im Raum. Für Tait wäre das denkbar: „Es wäre für mich eine Umstellung, weil ich daheim wohne. Aber für meine Teamkollegen, die seit Monaten alleine in ihrer Wohnung sind, wäre das sowieso nichts Neues. Ich denke es wäre okay und ich hätte auch kein Problem damit.“

Ungewohntes Bild: FCS-Trainer Stefano Vecchi steht mit Mundschutz auf dem Trainingsplatz in Rungg.


Zurzeit trainieren die FCS-Profis am Vormittag im Trainingszentrum in Rungg. Die Spieler wurden in Dreierteams eingeteilt (Tait ist mit Simone Davi und Alberto Alari in einer Gruppe) und absolvieren verschiedene Stationen, bei unterschiedlichen Trainern und auf drei verschiedenen Plätzen: „Es gibt ein sehr strenges Protokoll. Ich frage mich, wie es bei Vereinen ist, die nicht so eine gute Struktur haben wie wir.“

Und genau hier liegt das größte Problem der Serie C. Bereits kleinere Serie-A-Klubs haben Probleme, die strengen Corona-Auflagen zu erfüllen. In der 3. Liga ist es für viele Vereine beinahe ein Ding der Unmöglichkeit und zudem finanziell kaum machbar. Sind die Gesundheitsauflagen zu streng, dann würde schon alleine diese Tatsache das Liga-Aus besiegeln. Hier muss wohl die Politik das Heft in die Hand nehmen – Verbands-Ideen hin oder her.

Autor: christian.staffler

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