a Serie C

Zurzeit nur auf dem Trainingsplatz, nicht aber im Stadion, anzutreffen: Hannes Fink.

Fink und der harte Weg zurück: „Es war ein brutaler Schlag“

Interviews mit Hannes Fink gehören zu den angenehmen Terminen. Stets freundlich, offen und professionell – der Rittner hat den Sprung vom Talent zum Südtiroler Vorzeige-Fußballer geschafft. Auch jetzt, in einer der schwierigsten Phasen seiner Karriere, hat der Kapitän des FC Südtirol diese Tugenden nicht verloren.

Von Christian Staffler, Rungg

Seit Ende April hat Hannes Fink kein Fußballspiel mehr absolviert. Der Grund: Eine hartnäckige Achillessehnenverletzung, die sich mit Fortdauer zu einem ernsthaften Problem entwickelt hat. Mittlerweile ist der Mittelfeldspieler auf dem Weg der Besserung, doch wie lange er noch ausfällt, kann er nicht sagen. Mit SportNews hat Fink darüber gesprochen – aber nicht nur.

Hannes Fink über…
…seine Verletzung: „Im April haben die Achillessehnenprobleme begonnen. Im Spiel gegen Imolese (28. April, Anm. d. Red.) waren die Schmerzen dann so groß, dass es nur noch mit Schmerzmitteln ging. Ich habe pausiert, um im Playoff angreifen zu können. Als ich wieder trainiert habe, merkte ich sofort, dass etwas nicht stimmt. Aber bei den Untersuchungen kam wenig heraus. Im Sommer habe ich Therapien gemacht, glaubte es sei kein großes Problem. Nach 2 Trainingstagen waren die Schmerzen wieder da, ich konnte nicht mehr normal gehen. Erneut wurde nichts Genaues diagnostiziert. Über Trainer Vecchi konnte ich Inter-Arzt Dr. Corsini aufsuchen. Er hat herausgefunden, dass ein Sehnen-Teilabriss nicht richtig verheilt ist. Die Achillessehne hat sich verdickt, alles war entzündet. Durch seine Diagnose wusste ich, dass diese Verletzung nicht schnell abgetan ist.“

…den Weg zurück: „Seit 15 Tagen bin ich im Lauftraining, seit 6 Tagen trainiere ich mit dem Ball. Ich kann auch wieder sprinten. Aber wenn die Muskeln erkalten, habe ich Schmerzen. Entscheidend ist, dass ich in aufgewärmtem Zustand trainieren kann. Das heißt, dass die Sehne unter Kontrolle ist. Ich hoffe, bald mit der Mannschaft trainieren zu können. Wann ich wieder einsatzfähig bin? Es kann schnell gehen, vielleicht schon nächste Woche. Es kann aber auch länger dauern. Eine Sehnenentzündung ist kein Riesending, kann aber zu einem Riesenproblem werden.“
„Ich habe es schwer akzeptiert, dass ich die Playoffs nicht spielen kann.“
Hannes Fink über den Zeitpunkt der Verletzung

…den bitteren Zeitpunkt der Verletzung: „Es war ein brutaler Schlag. Ich war im Frühjahr in guter Form, habe mich stark verbessert und wollte in den Playoffs richtig angreifen. Ich konnte nur sehr schwer akzeptieren, dass ich nicht spielen konnte. Die Tage, an denen ich nicht wusste, was überhaupt los ist, waren extrem schwer. Es gab Reibereien mit dem medizinischen Stab. Erst Dr. Corsini hat mir wieder Sicherheit gegeben. Ich bin auf einem guten Weg, darf jetzt aber nichts falschmachen. Ich muss intelligent genug sein, um nichts zu überstürzen. Auch wenn es vielleicht 10 Tage länger dauert.“

…die Reha-Phase: „Ein sehr bitterer Moment. Aber der Sport zeigt immer wieder, dass auch solche Phase dazugehören. Ich bin alt und reif genug, um damit umgehen zu können. Ich habe die Auszeit genutzt, um mich in anderen Bereichen zu verbessern. Ich habe zum Beispiel viel Kraft aufgebaut. Ich hoffe nur, dass ich schnell wieder in Form komme.“

den Konkurrenzkampf im Kader: „Konkurrenz ist immer da. Ich weiß, dass ich der Mannschaft weiterhelfen kann und viele Qualitäten habe. Ich kann die Mannschaft durch meine Erfahrung weiterbringen, ihr in heiklen Momenten mehr Stabilität verleihen. Ich weiß genau, was ich dem Team geben kann.“
„Vecchi merkt man die Erfahrung bei Topklubs wie Inter oder Venezia an.“
Hannes Fink über seinen Trainer

…die Unterschiede zwischen Vecchi und Ex-Trainer Zanetti: „Beide lassen intensiv trainieren, wollen hoch pressen und das Spiel mit dem Ball dominieren. Vielleicht ist unsere Mannschaft heuer besser dafür ausgerüstet, vor allem im Angriff können wir sehr gefährlich sein. Charakterlich sind sie sehr unterschiedlich, bleiben sich aber immer treu. Vecchi merkt man die große Erfahrung bei Topklubs an. Ein großer Unterschied sind die Standards, die unter Vecchi enorm an Wichtigkeit gewonnen haben.“

…die Stärke der Gegner: „Ich bin AIC-Vertreter (Vereinigung der italienischen Fußballprofis, Anm. d. Red.) des FC Südtirol. Dadurch bekomme ich sehr viel mit, wie es bei anderen Klubs läuft. Dass Vereine das Gehalt nicht bezahlen oder es Probleme mit den Trainings gibt, das passiert mittlerweile nicht mehr. Alle arbeiten gut und sehr professionell. Dazu kommen viele Traditionsvereine mit viel Publikum. Ich glaube, dass die Meisterschaft stärker ist als zuletzt.“

…seine potenziellen „Nachfolger“ beim FCS: „Ich bin mir sicher: Südtiroler können es zum Profi schaffen. Davi hat es gezeigt, er kann schon bald ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft sein. Ich glaube, dass er jenen Weg gemacht hat, den es zum Profi braucht. Von der FCS-Jugend in die Serie D, von dort ins Trainingslager dann die Chance nutzen. Er ist sehr bodenständig und hat gute Fähigkeiten. Südtirol wird kaum einen Messi hervorbringen, deshalb geht es darum, sich stetig zu entwickeln. Iacoponi oder Scavone haben gezeigt, wie weit es gehen kann. Sie sind gute Fußballer, aber ihren Werdegang haben sie der professionellen Einstellung zu verdanken. Iacoponi spielt schon das 2. Jahr fix bei Parma in der Serie A – eine Wahnsinnsleistung. Andere Spieler mit Riesentalent sind dagegen untergegangen.“


Autor: cst

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Kommentare (1)

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RITA Wet [melden]

Einige Mädchen lieben auch Fußball.💝💝 Sehr heiße Fußballfans und mehr. Sie werden es nicht bereuen. Anmelden. (Link kopieren) AWAITING.ICU

14.09.2019 10:18

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