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Hannes Fink fühlt sich vor dem Playoff-Beginn fit und bereit für den Re-Start.

Hannes Fink: „Der Aufwand ist extrem hoch“

Noch eine Woche, dann startet der FC Südtirol in die Aufstiegs-Playoffs. SportNews hat sich mit Kapitän Hannes Fink unterhalten und gefragt, ob sich die Mannschaft überhaupt auf den Re-Start der Coronasaison freut – oder ob ein Abbruch besser gewesen wäre.

Hannes Fink, freut man sich nach diesen seltsamen Monaten mit dem Coronavirus überhaupt auf den Neubeginn der Saison?


Fink: „Die Lust und die Herausforderung der Playoffs sind sehr groß. Wir sind Fußballer und alle in der Mannschaft sind froh, wieder ihrem Beruf nachgehen zu können. Aber klar, es ist etwas Neues und eine ungewohnte Situation nach dieser langen Pause.“


Wie sieht der Trainingsalltag in Zeiten wie diesen aus?

„Der Aufwand ist extrem hoch. Weniger für uns Spieler als für den Verein. Man kann wirklich sagen, dass alles super organisiert ist. Wir müssen ja alle zwei Tage einen Coronatest machen, dazu kommen Antikörpertests und sonstige medizinische Untersuchungen.“


Wenn die Playoffs beginnen, werden über vier Monate seit dem letzten Meisterschaftsspiel vergangen sein. Wie bereitet man sich auf so einen Neustart vor?

„Die Pause war lang und das erste Spiel ist gleich entscheidend. Verlieren wir, sind wir raus. Wir sind gut vorbereitet, aber es kann alles passieren. Niemand weiß genau, wo man steht. Beim Training sind wir unter uns. Trotzdem haben wir versucht, Spiele zu simulieren und wir haben auch interne Testspiele gemacht. Zudem trainieren wir seit Wochen sehr hart, körperlich sind wir fit. Für mich als Spieler ist es sehr spannend, so etwas einmal zu erleben.“

„Ich habe gesehen, wie schnell es mit einer Karriere bergab gehen kann.“

Der erste Playoff-Gegner steht noch nicht fest. Wer wäre Ihnen lieber: Sambenedettese oder Triestina?

„Man weiß nicht, wer besser in Form ist. Es sind auf jeden Fall beides sehr gute Teams. Samb hätte sich in der Meisterschaft mehr verdient, sie haben einige Punkte unglücklich liegen lassen. Mit Padova haben sie aber einen schweren ersten Gegner. Triestina hingegen war einer der Favoriten auf den Titel. Auf dem Papier eine enorm starke Mannschaft.“


Im Vorjahr haben Sie sich genau vor den Playoffs verletzt. Wie geht es Ihnen ein Jahr danach?

„Damals habe ich geglaubt, ich falle für zwei Wochen aus. Daraus ist ein Jahr geworden. Ich habe gesehen, wie schnell es mit einer Sportlerkarriere bergab gehen kann. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich jetzt wieder schmerzfrei bin. Bereits vor dem Lockdown habe ich komplett mittrainieren können und außerdem habe ich die Quarantänezeit gut ausgenutzt und hart trainiert. Ich fühle mich körperlich und spielerisch gut und glaube, dass ich starke Playoffs spielen kann.“
„Der Enthusiasmus vor den Playoffs ist bei allen Spielern sehr groß.“

Der FC Südtirol muss für die Heimspiele nach Brixen ausweichen. Ein unbekannter Platz ist oft ein Nachteil…

„Das darf uns nicht viel ausmachen. Zuschauer sind sowieso keine dabei, das bleibt also gleich. Aber klar, das Gefühl für den Platz und die Distanzen sind wichtig. Es sollte aber trotzdem kein Nachteil für uns sein.“


Während der Coronakrise ist mit Vittorio Fabris ein neuer Spieler dazugekommen. Wie hat er sich eingelebt beim FCS?

„Zu aller erst ist er ein supercooler Typ. Er hat ja schon vor der Coronapause bei uns trainiert. Er ist ein erfahrener Spieler, kann Außenverteidiger spielen und auch im Mittelfeld. Er kann uns mit Sicherheit helfen.“


Interview: Christian Staffler

Autor: cst

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