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Tommaso Morosini (in weiß) feierte mit dem FC Südtirol einen Überraschungssieg. © Bordoni Sport

Pokalsensation: FC Südtirol haut Serie-B-Klub Venezia raus

Der FC Südtirol hat im Italienpokal für eine faustdicke Überraschung gesorgt und Serie-B-Klub Venezia aus dem Bewerb geworfen. Das Goldtor beim 1:0-Auswärtssieg erzielte Alessandro Fabbri in der 89. Minute. Jetzt bekommt es der FCS mit einem Serie-A-Klub zu tun.

Die Weiß-Roten reisten als Außenseiter ins „Pier Luigi Penzo“-Stadion von Venedig – immerhin traf die Zanetti-Truppe auf den letztjährigen Tabellen-Fünften der Serie B, der in der heurigen Vorbereitung zudem noch alle Spiele für sich entscheiden konnte, unter anderem auch jenes gegen Serie-A-Klub Fiorentina.

Francesco De Rose zog im FCS-Mittelfeld die Fäden. © BordoniSport


Davon war der FCS, der auf Tait und Zanchi verzichten musste, aber wenig beeindruckt und spielte von Beginn an munter mit. Vor allem taktisch waren die Südtiroler nahezu ideal auf den Gegner eingestellt. Die erste gute Chance hatten trotzdem die Hausherren, als Vrionis Weitschuss knapp über die FCS-Querlatte ging (31.).
Hinten dichtgemacht, vorne zugeschlagen
Nach der Pause hielt der FC Südtirol an seiner Linie fest und bot den Lagunenstädtern, die übrigens von Ex-FCS-Coach Stefano Vecchi trainiert werden, tapfer die Stirn. Allerdings mussten sich die Weiß-Roten auch bei Torhüter Daniel Offredi bedanken, der sein Team nach 80 Minuten mit einer Glanzparade nach Zigoni-Kopfball im Spiel hielt. Auch danach war Venezia weiterhin am Drücker, der FCS wirkte etwas müde – und schlug trotzdem eiskalt zu. Nach einem schnellen Gegenstoß bediente Morosini Fabbri, der alleine vor Lezzerini cool blieb und seine Mannschaft zum 1:0-Sieg schoss.
Ein historischer Triumph
Damit ist der Einzug in die dritte Runde Realität – ein historisches Ereignis. Noch nie zuvor war es dem FC Südtirol in seiner Vereinsgeschichte gelungen, so weit im Pokal vorzudringen. Als Belohnung gibt's ein Spiel gegen einen Serie-A-Verein: Der nächste Gegner der Weiß-Roten ist nämlich Frosinone. Der Klub aus der Region Latium hat sich im Juni in den Serie-B-Playoffs das Aufstiegsticket gesichert und spielt heuer in der Serie A.


Italienpokal, 2. Runde
Venezia – FC Südtirol 0:1
Venezia (5-3-2): Lezzerini; Zampano (69. Zigoni), Bruscagin, Andelkovic, Domizzi, Garofalo; Falzerano, Schiavone (81. Segre), Bentivoglio; Vrioni, St. Clair (56. Di Mariano). Auf der Bank: Facchin, Enzo, Suciu, Fabiano, Modolo, Pinato, Cernuto, Litteri, Migliorelli. Trainer: Stefano Vecchi

FC Südtirol (5-3-2): Offredi; Oneto, Ierardi, Casale, Vinetot, Fabbri; Fink (85. Antezza), De Rose, Morosini; Costantino (50. Mazzocchi), Turchetta (70. Berardocco). Auf der Bank: Ravaglia, Weiss, Cataldi, Crocchianti, Della Giovanna, Zanon, Boccalari, Jamai. Trainer: Paolo Zanetti

Tor: 0:1 Fabbri (89.)

Autor: det