a Serie C

Das aberkannte Tor von Rocco Costantino © FotoSport Bordoni

Renate wirft nur einen Punkt ab

Eine bärenstarke zweite Halbzeit reicht dem FC Südtirol nicht, sich im Drususstadion in Bozen gegen sehr tief stehende und nie wirklich gefährliche Gäste aus Renate durchzusetzen.

Guter Beginn der Weiß-Roten: Von der ersten Minute an hatte der FCS die Zügel der Partie in der Hand. In der 5. Minute die erste Torraumszene der Hausherren, Emmanuel Gyasi machte gemeinsame Sache mit Jérémie Broh, seine Flanke von der Grundlinie fand in der Mitte Paolo Frascatore, dessen Kopfstoß aber zu schwach und zentral ausfiel.

Tor zählt nicht

Renate stellte sich in die eigenen Hälfte und verteidigte nur, die Initiative ergriff weiterhin das Team von Paolo Zanetti, das nach Lücken im Zentrum oder auf den Außenbahnen suchte. Eine Standardsituation musste her, um die nächste Chance der Weiß-Roten einzuleiten: Ein Eckball von Frascatore kam gefährlich vor das Tor der Gäste, Filippo Sgarbi stand am zweiten Pfosten und ließ per Kopf Richtung Mitte abtropfen, wo Bomber Rocco Costantino in bester Stürmermanier einköpfte. Der Unparteiische hatte zuvor jedoch richtig gesehen, dass sich Sgarbi auf Matteo Di Gennaro regelwidrig aufstützte – also kein Treffer.

In der 34. Minute wurden zum ersten Mal die Gäste gefährlich: Guido Gomez ließ zwei Gegenspieler stehen, drang in den FCS-Strafraum ein und zog ab, sein scharfer Schuss war jedoch zu zentral – Daniel Offredi war rechtzeitig zur Stelle.
Nur vier Minuten später hatte Renate die Riesenchance in Führung zu gehen: Gabriel Lunetta stand in der Mitte des Strafraums mutterseelenallein und kam an den Ball, sein Direktschuss aus knapp zehn Metern ging aber rechts am Tor vorbei. Offredi wäre machtlos gewesen – Glück für den FCS.

Pausenstand 0:0


Beide Mannschaften gingen zunächst unverändert in die zweite Halbzeit – ebenso unverändert blieb der Spielverlauf: Gyasi in der 48. Minute mit der ersten guten Gelegenheit für den FCS, im Strafraum kam der Südtiroler Stürmer an den Ball, wurde aber vom herausstürmenden Michele Di Gregorio rechtzeitig gestoppt.

Der FCS war nun dynamischer und präsenter als noch in der ersten Halbzeit, Luca Berardocco bekam in Minute 52 den Doppelpass mit Gyasi an der Strafraumgrenze, die Nummer 14 des FCS legte sich das Leder anschließend auf seinen starken linken Fuß und schoss knapp links vorbei.
Mister Zanetti reagierte und stellte die Weichen auf Sieg, er nahm Broh aus dem Spiel und brachte mit Leonardo Candellone einen dritten Stürmer – der FCS agierte nun im 3-4-1-2-System, mit Gyasi hinter den beiden Spitzen Costantino und Candellone.

Der FCS erhöhte die Schlagzahl

Zwischen Minute 73 und 75 erspielten sich die Weiß-Roten gleich drei gute Möglichkeiten: Zuerst köpfte Frascatore wuchtig auf den Kasten der Gäste, Verteidiger Diego Vannucci klärte jedoch auf der Linie. Den fälligen Eckball brachte Frascatore vor das Tor von Renate, am zweiten Pfosten ließ Sgarbi erneut per Kopf abtropfen, in der Mitte wurde dann Candellone stark elfmeterverdächtig von Schlussmann Di Gregorio zu Fall gebracht – der Unparteiische entschied jedoch erneut auf Eckball. Doch auch im Anschluss an diesen Eckstoß wurde der FCS gefährlich, Kevin Vinetot setzte aus der Drehung an, Di Gregorio hielt in höchster Not.

Mister Zanetti versuchte, mit allen Mitteln, den Sieg zu erzwingen: Er nahm Erlic vom Feld und brachte in Kayro Flores Heatley einen vierten Stürmer – der FCS agierte nun im super-offensiven 4-2-4.
Die finale Druckphase der Weiß-Roten war sehr intensiv, Renate konnte sich nicht mehr lösen, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Der FC Südtirol musste sich – trotz einer vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugenden Leistung – gegen schwache Gäste aus der Lombardei mit einem torlosen Unentschieden zufriedengeben.

FC Südtirol - Renate 0:0 (0:0)

FC Südtirol: Offredi; Erlic (77. Flores Heatley ), Sgarbi, Vinetot, Tait, Broh (57. Candellone), Berardocco (89. Bertoni), Fink, Frascatore, Costantino, Gyasi (89. Gatto)

Renate: Di Gregorio; Anghileri, Malgrati, Di Gennaro, Vannucci; Simonetti, Pavan, De Micheli (73. Fietta), Finocchio (66. Mattioli), Gomez, Lunetta (66. De Luca)

Schiedsrichter: Davide Moriconi (Rom 2)



Autor: zor

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