a Serie C

Das ist der neue FC Südtirol. © FC Südtirol

Stadion, Ziele, neuer Star: Beim FCS herrscht Aufbruchsstimmung

Ende September wird der FC Südtirol in die neue Serie-C-Saison starten. Bei den Weiß-Roten brennt man darauf, dass der Ball wieder rollt, es herrscht Aufbruchsstimmung – und das aus mehrerlei Gründen.


von Thomas Debelyak aus Ratschings


Den FC Südtirol erwartet keine normale Saison – und das nicht nur wegen des Coronavirus, das auch unmittelbar vor dem Meisterschaftsstart am 27. September noch für viele Fragezeichen sorgt. Vielmehr sind es das Stadion, die Ziele und auch ein neuer Star, die eine denkwürdige Spielzeit quasi schon von Vornherein garantieren. Am Freitag erfolgte im Hotel Schneeberg in Ratschings die traditionelle Mannschaftsvorstellung der Weiß-Roten. SportNews war vor Ort.

Das Stadion
Das Drusus-Stadion soll schon bald in neuem Glanz erstrahlen. Aktuell ist die FCS-Spielstätte noch eine Baustelle, die keinen Spielbetrieb zulässt. Erst Mitte Oktober kann dort gespielt werden, ganz fertiggestellt soll das neue Stadion im Frühjahr 2021 sein. Bedeutet: Der FC Südtirol wird sein erstes Heimspiel Ende September oder Anfang Oktober nicht in Bozen absolvieren können. Stand jetzt findet die erste „Heimpartie“ der Weiß-Roten in Salò statt, es könnte aber auch sein, dass man in Brixen spielen darf. Viel wird davon abhängen, ob und wie viele Zuschauer bis zu diesem Zeitpunkt dabei sein dürfen.



Aber zurück zum Drusus-Stadion: Im Herzen Bozens soll eine neue FCS-Festung entstehen, die nicht nur ein Vorbild an Modernität sein soll (unter anderem befinden sich die Zuschauer hautnah am Spielfeldrand, zudem gibt’s eine Rasenheizung und Platz für 5500 Fans), sondern auch in der Serie B keine Vergleiche scheuen muss, wie auch FCS-Geschäftsführer Dietmar Pfeifer im Video oben erklärt.
Die Ziele
Stichwort Serie B: Früher oder später will der FC Südtirol dorthin. Das weiß auch Walter Baumgartner, der Präsident des FCS. „Ich bin nicht so blauäugig und rufe die Serie B als Ziel aus. Aber es ist klar, dass wir uns in allen Punkten verbessern wollen. Am Ende werden die Details den Ausschlag geben. Man hat auch heuer wieder gesehen, dass Geld oder Tradition alleine keine Meisterschaften gewinnen. Durch Fleiß, Einsatz und Wille ist viel zu holen“, so der FCS-Chef.

FCS-Präsident Walter Baumgartner (rechts) präsentiert zusammen mit Eugenio Ceravolo vom Ausrüster Mizuno das neue Trikot. © FC Südtirol


Gleichzeitig ist Baumgartner auch ungewohnt deutlich gegenüber Mannschaft und Verein geworden. „Wir müssen uns verbessern – und damit meine ich alle. Da schließe ich auch uns Funktionäre nicht aus. Aber auch das Trainerteam, das sich fragen muss: Warum sind wir im letzten Jahr in den Spielen gegen die Top-Teams immer auf Augenhöhe gewesen, haben am Ende aber verloren? (In der letzten Saison setzte es gegen die Top-8-Teams in 10 Spielen 8 Niederlagen, Anm. d. Red.). Und auch die Spieler müssen den letzten Biss aufbringen. Ein Spiel dauert nun mal nicht 90, sondern 95, 96 Minuten. Es braucht Konzentration bis zur allerletzten Sekunde.“
Der neue Star

Leandro Greco hat in seiner Karriere 2 Champions-League-Tore geschossen. © FC Südtirol


Beim FC Südtirol hat sich auf dem Transfermarkt auch heuer wieder einiges getan. Ein Name sticht aber besonders hervor, nämlich jener von Leandro Greco. Im Stadionheft des FCS ist gar die Rede vom „wohl wichtigsten Transfer der 25-jährigen Vereinsgeschichte“. Kein Wunder: Greco hat über 100 Serie-A-Spiele bestritten, bei Teams wie Roma oder Olympiakos Piräus gespielt und sogar 2 Treffer in der Champions League erzielt. „Ich habe wirklich Glück gehabt, solche Momente erleben zu dürfen“, erklärt er. Welcher sein bester Mitspieler war? „Francesco Totti! Ich bin seit Geburt Roma-Fan, er war von klein auf mein Idol. Mit ihm gemeinsam zu spielen, da ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen. Auch, weil er nie den Star raushängen ließ und auch mit den jungen Spielern einen guten Umgang hatte.“

Der Kader des FC Südtirol 2020/21
Torhüter: Giacomo Poluzzi (1988), Simone Tononi (2002), Julian Pircher (2003).

Verteidiger: Alessandro Fabbri (1990), Kevin Mathieu Vinetot (1988), Jan Polak (1989), Marco Curto (1999), Simone Davi (1999), Hamza El Kaouakibi (1998), Niccolò Gabrieli (2002), Nicolò Gigli (1996).

Mittelfeldspieler: Emanuele Gatto (1994), Hannes Fink (1989), Fabian Tait (1993), Daniele Casiraghi (1993), Marco Beccaro (1989), Matteo Gasperi (1997), Leandro Greco (1986), Nermin Karic (1999).

Angreifer: Gianluca Turchetta (1991), Simone Mazzocchi (1998), Matteo Rover (1999), Manuel Fischnaller (1991), Raphael Odogwu (1991), Mauro Semprini (1998).

Schlagwörter: Fussball

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2021 Sportnews - IT00853870210