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Einer der Garanten für die starke FCS-Defensive: Keeper Daniel Offredi. © DLife/Multari

Warum kassiert der FC Südtirol keine Gegentore?

Nach drei Spieltagen hat der FC Südtirol noch kein Tor kassiert. Was sind die Gründe für die starke Abwehr? SportNews hat einen Blick auf die Abwehrarbeit der Zanetti-Truppe geworfen.

Drei Klubs gibt es in der B-Gruppe der Serie C, die noch kein Gegentor kassiert haben: Monza, Fermana und der FC Südtirol. Dabei sticht vor allem die Bilanz des FC Südtirol heraus. Rechnet man die drei Pokalspiele dazu, haben die Weiß-Roten bisher sechs Pflichtspiele in der laufenden Saison bestritten. In diesen Duellen hat die Mannschaft von Trainer Paolo Zanetti nur einen Gegentreffer bekommen – ausgerechnet gegen Serie-D-Klub Albalonga in der 1. Pokalrunde.

Danach bissen sich Venezia (Serie B), Frosinone (Serie A) und die drei Ligagegner Teramo, Ravenna und Fano die Zähne aus. SportNews hat die Abwehrarbeit des FC Südtirol genauer unter die Lupe genommen und herausgefunden, warum das FCS-Bollwerk so schwer zu knacken ist.

Geht etwas schief, ist Keeper Offredi da

Der FC Südtirol agiert unter Paolo Zanetti mit einer Dreierkette in der Abwehr. Im Normalfall spielen die beiden Flügelspieler, Fabian Tait und Alessandro Fabbri, nicht allzu offensiv. So entsteht bei gegnerischem Ballbesitz eine Fünferkette. Diese hat den Vorteil, dass einzelne Verteidiger auf ihre Gegenspieler herausrücken können, ohne dass große Lücken entstehen.

Alessandro Fabbri, linker Wingback im 3-5-2-System des FC Südtirol. © DLife/Multari


Der FCS praktizierte das Herausrücken der Verteidiger bereits im Vorjahr auf hohem Niveau. Und auch wenn das Personal in der aktuellen Saison ein anderes ist, haben sich die Abläufe nicht geändert. Macht keiner der Verteidiger einen individuellen Fehler, dann tun sich die FCS-Gegner sehr schwer in den Strafraum vor Torhüter Daniel Offredi zu kommen. Gelingt es trotzdem, dann ist Offredi ein sicherer Rückhalt. Der 30-jährige Schlussmann aus Bergamo ist einer der Gründe, warum der FCS kaum Gegentore bekommt.

Casale & Co. so gut wie Sgarbi und Erlic?

Ein weiterer ist die starke Organisation, die Ex-Serie-A-Profi Zanetti seiner Mannschaft eingeimpft hat. Verteidigt der FC Südtirol tief und rückt ein Abwehrspieler aus der Kette heraus, dann füllt sehr oft Luca Berardocco, der Zentrale der drei Mittelfeldspieler, die freigewordene Lücke auf.

Eine Szene aus dem Fano-Spiel (Beschreibung im folgenden Absatz). © Sport Eleven / Screenshot


Besonders gut erkennen ist das bei dieser Szene aus dem Fano-Spiel. Nicolò Casale, der zentrale Mann der FCS-Dreierkette, ist auf den gegnerischen Stürmer herausgerückt. Damit das Abwehrzentrum nicht total verwaist ist, ist Berardocco (in rot eingekreist) nach hinten gerückt. Auch die Außenverteidiger Tait (er ist mit seinem Gegenspieler mitgelaufen) und Fabbri sind mit nach hinten gekommen, sodass der FC Südtirol eine klar sichtbare Überzahl hat. Durch das Herausrücken von Casale bleibt Fano keine andere Möglichkeit, als aus der Distanz abzuschließen.

Durch diese starke taktische Organisation schaffte es der FC Südtirol bereits im Vorjahr, die zweitbeste Abwehr der Liga (28 Gegentore in 34 Spielen) zu stellen. Und das, obwohl die individuelle Qualität der Abwehrspieler bei einigen Gegnern weitaus höher war. Das ist auch heuer wieder der Fall. Doch Zanetti ist es zuzutrauen, dass er aus Casale, Fabio Della Giovanna & Co. in ähnliche Bahnen lenkt, wie im Vorjahr Martin Erlic und Filippo Sgarbi. Als No-Names nach Bozen gekommen, sind beide mittlerweile bei Serie-B-Vereinen unter Vertrag.

Autor: christian staffler

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