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Ein Bild mit Symbolcharakter: Chievo-Kapitän Bostjan Cesar schleicht nach dem Abstieg vom Platz, Napoli bejubelt im Hintergrund den 3:1-Sieg. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Chievo zollt der Katastrophen-Saison bitteren Tribut

Seit Sonntagabend ist es amtlich: Chievo ist der erste Serie-A-Absteiger der Saison. Die Veroneser bezahlen viele Missverständnisse teuer. Auch in Turin und Mailand war einiges los.

Die Katastrophen-Saison von Chievo begann schon lange vor dem Saisonstart. Wegen Bilanzfälschung drohte dem Klub der Zwangsabstieg im Sommer. Dieser konnte zwar abgewendet werden, doch Chievo musste mit drei Minuspunkten in die neue Spielzeit starten.

Die Chievo-Fans machten gegen Napoli deutlich, was sie von der Mannschaft halten. © ANSA / PAOLO MAGNI

Nach einem schwachen Start folgte im November das Theater um Gianpiero Ventura. Der umstrittene Ex-Nationaltrainer heuerte als Nachfolger vom ehemaligen FCS-Trainer Lorenzo D’Anna in Verona an, um nach nur vier Spielen das Handtuch zu werfen. Domenico Di Carlo übernahm das Zepter, brachte jedoch keinen Umschwung. Jetzt steht Chievo nach elf Jahren in der höchsten Spielklasse als erster Absteiger fest.

Trikot-Skandal bei Milan

Währenddessen geht in Mailand das „Trikot-Gate“ von Franck Kessie und Tiemouè Bakayoko weiter. Die beiden Milan-Mittelfeldspieler hatten nach dem prestigeträchtigen und sportlich wertvollen Sieg gegen Lazio das Trikot von Francesco Acerbi wie eine Trophäe vor der eigenen Fankurve präsentiert. Der Lazio-Verteidiger hatte in den Tagen vor dem Spiel immer wieder kleine Giftpfeile in Richtung Mailand geschickt, umgekehrt ließ Bakayoko keine Möglichkeit der Provokation aus.

Franck Kessie und Tiemouè Bakayoko mit dem Trikot von Lazio-Verteidiger Francesco Acerbi. © APA/afp / MIGUEL MEDINA

Nach dem Spiel wollte Acerbi durch den Trikottausch für Ruhe sorgen, doch stattdessen eskalierte die Situation. Der 31-jährige Ex-Milan-Spieler war in der Folge fuchsteufelswild: „Es tut mir leid, dass ich das Trikot getauscht habe. Ich wollte ein Ende setzen, aber Hass zu schüren gehört nicht zum Sport.“ Kessie und Bakayoko entschuldigten sich zwar, trotzdem droht den beiden eine Sperre.

Torino-Trainer verlässt aus Protest die Trainerbank

In Turin ging es ebenfalls ordentlich rund. Dort verließ Torino-Trainer Walter Mazzarri während des Spiels wutentbrannt die Trainerbank. Der Grund: Mazzarri war mit den Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden. Vor allem die Rote Karte an Simone Zaza hielt er für übertrieben, beim Ausgleichstreffer durch Leonardo Pavoletti hatte Mazzarri ein Foul gesehen. Weil er sich in beiden Fällen vom Schiedsrichter und von dessen Video-Assistent benachteiligt gefühlt hatte, verließ der Coach aus Protest die Trainerbank. Dafür gab es in der Folge einen Rüffel von Präsident Urban Cairo: „Man muss immer bis zum Schluss kämpfen!“

Autor: cst

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