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Gonzalo Higuain könnte Juventus verlassen. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Fiat-Arbeiter wollen streiken: Der Ronaldo-Wechsel und seine Folgen

Der Wechsel von Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Real Madrid zu Juventus hat das Interesse anderer Klubs an Profis des italienischen Meisters geweckt. Demnach sollen unter anderem die argentinischen Offensivspieler Paulo Dybala und Gonzalo Higuain zum Verkauf stehen.

Für Juventus gilt es, Geld aufzutreiben. Laut verschiedenen Medienberichten sollen Juve und der Klubeigentümer, Fiat-Chef Andrea Agnelli, für das gesamte Ronaldo-„Paket“ zwischen 340 und 400 Millionen Euro hinblättern müssen. Der Transfer kostet der „Alten Dame“ nach eigenen Angaben insgesamt 117 Millionen. Dazu komme das Netto-Salär des Portugiesen für die kommenden vier Spielzeiten in Höhe von 120 Millionen. Inklusive Steuern und Abgaben sei brutto schnell mit 300 Mio. zu rechnen.

Deshalb soll Juventus bereit sein, einige Stars ziehen zu lassen. Besonders im Fokus stehen die beiden Angreifer Gonzalo Higuain und Paulo Dybala. Die beiden argentinischen WM-Teilnehmer sollen in England hoch im Kurs stehen. So hat Liverpool für Dybala laut „Tuttosport“ 90 Millionen Euro geboten. Higuain wird von Chelsea (dort wird sein Ex-Coach Maurizio Sarri in Kürze unterschreiben) umworben und soll rund 60 Millionen einbringen.

Fiat als Ronaldo-Sponsor?

Ob sich der Club einen solchen finanziellen Kraftakt leisten kann, ist Gegenstand von Debatten in Italien. Laut Medienberichten sollen 30 Millionen Euro aus den Kassen der Firma Fiat kommen. Ronaldo solle im Gegenzug zur Werbefigur der Automarke werden, so die Vorstellung.

In Italien ist das Ronaldo-Fieber ausgebrochen. Aber nicht alle sind begeistert. © ANSA / ALESSANDRO DI MARCO

Viele Fiat-Mitarbeiter, die seit Jahren mit eingefrorenen Gehältern auskommen müssen, sind alles andere als erfreut. In einer Mitteilung der Vertreter der Arbeiter des Werks in Melfi wird ein Proteststreik zwischen dem 15. Juli am Abend und 17. Juli in der Früh angekündigt. Das Geschäft mit Ronaldo sei „nicht hinnehmbar“, hieß es. „Ist es normal, dass eine einzelne Person Millionen verdient und Tausende von Familien mit ihrem Geld nicht bis Mitte des Monats auskommen?“, fragte die zuständige Gewerkschaft.

Die Aktien von Juventus gaben am Mittwochvormittag wegen Gewinnmitnahmen jedenfalls um sechs Prozent nach. Von 28. Juni, als die ersten Gerüchte über eine mögliche Ronaldo-Verpflichtung aufgetaucht waren, bis zur offiziellen Bekanntgabe am Dienstagabend hatten die an der Mailänder Börse gehandelten Titel um 37,7 Prozent an Wert zugelegt.

Autor: cst/dpa

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