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James Pallotta hat sich mit Sportdirektor Gianluca Petrachi zerstritten – und ihn jetzt gefeuert. © PIXATHLON/SID

In der Ewigen Stadt krachts: Roma feuert Sportdirektor

Nicht einmal ein Jahr nach seiner Ankunft, muss Gianluca Petrachi die AS Roma schon wieder verlassen. Der Sportdirektor hatte sich zuletzt mit so gut wie jedem im Klub überworfen und seinen Rauswurf provoziert.

Am Ende hat es Petrachi wohl nicht anders gewollt und das bekommen, was er seit Tagen provoziert hat: seinen Rauswurf. Der Sportdirektor der AS Roma hat sich mit seinem Arbeitgeber, inklusive Vorstandsriege und Mannschaft, total zerstritten. Weil es kein Zurück mehr gab und Petrachi auf keinen Fall zurücktreten wollte, hat ihn der Klub jetzt gefeuert. Der Grund warum der Sportdirektor, der erst vor einem Jahr von Torino nach Rom gekommen war, nicht freiwillig abtreten wollte, ist ein hochdotierter Vertrag – der noch zwei Jahre lang läuft.

Petrachi will Dzeko-Transfer verhindert haben
Die Transfergeschäfte hat bereits vor geraumer Zeit Franco Baldini, ein enger Vertrauter von Präsident James Pallotta, übernommen. Ihm soll künftig Morgan De Sanctis zur Seite stehen. Weil der Ex-Tormann unerfahren im Klubmanagement ist, soll Baldini die drängendsten Personalien (Chris Smalling und Henrik Mkhitaryan sollen nach ihren Leihen bleiben) behandeln. Auch Geschäftsführer Guido Fienga soll in sportliche Belange einbezogen werden, wie der Klub mitteilte.

Petrachi brünstete sich in einem Interview damit, den Dzeko-Transfer zu Inter verhindert zu haben. Der Zeitpunkt war allerdings ungünstig gewählt. © PIXATHLON/SID

Petrachi sorgte bereits in der Vergangenheit für Unruhe in Rom. So hat er im Herbst in einem Interview durchblicken lassen, dass er im Frühjahr 2019 den Transfer von Edin Dzeko zu Inter verhindert hat. Das Pikante daran: Zu diesem Zeitpunkt war er noch bei Torino unter Vertrag und hätte gar nicht im Namen der Roma verhandeln dürfen. Auch der Wechsel von Petrachi zur Roma war spezieller Natur: Die Piemontesen ließen ihren Sportdirektor ablösefrei ziehen, forderten im Gegenzug aber zwei talentierte Jugendspieler der Roma – und bekamen sie schlussendlich auch.
Eine SMS brachte das Fass zum Überlaufen
Petrachi, der bei Spielern und Trainerstab aufgrund seines Führungsstils unbeliebt sein soll, hatte in den letzten Tagen eine flammende SMS an Pallotta verschickt. Der Präsident hatte ihm in einem Interview, das auf der Website der Roma erschien, nicht gedankt. Wohl aber sämtlichen weiteren Mitarbeitern der 1. Mannschaft.

Ein Seitenhieb an Petrachi, der in seiner Roma-Zeit nie wirklich beim Verein angekommen ist und Pallotta des Öfteren kritisiert hatte. Der Inhalt der SMS-Nachricht soll Pallotta derart verärgert haben, dass Fienga schlichtend zwischen beiden Parteien eingreifen musste – ohne Erfolg, wie sich am Donnerstag herausgestellt hat. Streitpunkt zwischen den beiden soll auch ein möglicher Verkauf des Klubs gewesen sein. Zuletzt hatte der US-Investor Dan Friedkin 575 Millionen Euro geboten, doch Pallotta will angeblich 750 Millionen haben.

Autor: cst

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