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Roma-Kapitän Florenzi spricht dem schwer verletzten Zaniolo Mut zu: Er hat selbst bereits zwei Kreuzbandrisse hinter sich. © ANSA / Riccardo Antimiani

Kreuzband-Fluch in Rom: 19 in sechs Jahren

Als Nicolò Zaniolo am Sonntagabend gegen Juventus unter Tränen aus dem Stadio Olimpico gefahren wurde, setzte sich bei der AS Roma eine unheimliche Serie fort. In den letzten sechs Jahren rissen 19 Kreuzbänder.

Nicht nur die Roma war nach der Diagnose schwer geschockt. Ganz Fußball-Italien zitterte mit Zaniolo, dass es nicht die vermutete schwere Knieverletzung sein möge. Doch bereits wenige Stunden nach seiner Auswechslung im Kracher gegen Juventus stand fest, dass sich das Toptalent einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Damit wird der Mittelfeldspieler, der auch in der Nationalmannschaft als großer Hoffnungsträger gilt, vermutlich auch die Europameisterschaft 2020 verpassen.

Dauernd dieselbe Diagnose: Kreuzbandriss
Immer wieder erwischte es Roma-Spieler in den letzten Jahren: Seit 2014 zogen sich 16 Akteure insgesamt 19 Kreuzbandrisse zu – ein trauriger Rekord in der Serie A. Als ersten traf es Kevin Strootman, der sich, genauso wie Neu-Kapitän Alessandro Florenzi und U19-Nationalspieler Devid Bouah, zweimal am Kreuzband verletzte. Auch das 20-jährige Nachwuchstalent Luca Pellegrini (er gehört mittlerweile Juventus und ist an Cagliari ausgeliehen) musste sich von zwei schweren Knieverletzungen erholen, wobei ebenfalls ein Kreuzbandriss darunter war.

Kevin Strootman kämpfte sich in Rom von zwei Kreuzbandrissen zurück und wurde dadurch zum Fanliebling. Mittlerweile spielt er bei Olympique Marseille. © APA/afp / FILIPPO MONTEFORTE

Weitere prominente Opfer waren der Deutsche Antonio Rüdiger, Squadra-Azzurra-Linksverteidiger Emerson Palmieri (beide jetzt bei Chelsea), Mario Rui (portugiesischer Nationalspieler, aktuell bei Napoli) oder der holländische 16-Millionen-Einkauf Rick Karsdorp. Auffallend oft hat es allerdings Nachwuchstalente erwischt, deren Karrieren in der Folge nicht selten in das Stocken kamen. Jüngst traf es den 17 Jahre alten Riccardo Calafiori, der als einer der talentiertesten Linksverteidiger Italiens gilt und bereits im Kader der Roma-Kampfmannschaft steht.
Sonderfall Nura: Karriereende mit 21 Jahren
Einen besonders bitteren Verlauf nahm die Karriere von Abdullahi Nura, der in jungen Jahren als eines der Megatalente im Weltfußball galt. Nach einem Kreuzbandriss brauchte der Verteidiger lange bis er wieder fit war, ehe ihn ein Herzproblem mit nur 21 Jahren zum Aufhören zwang. Kurios: Wenige Wochen zuvor wollte Barcelona den Nigerianer für 10 Millionen Euro verpflichten, die Roma hatte den Transfer damals abgelehnt.

Übrigens: Zaniolo war nicht der einzige Fußballer, der sich beim Aufeinandertreffen der Roma und Juventus einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Auch Juve-Torschütze Merih Demiral (der Verteidiger hatte zum 1:0 getroffen) musste in der 1. Hälfte mit derselben Verletzung ausgetauscht werden. Dem türkischen Innenverteidiger droht ebenfalls das EM-Aus.

Autor: cst

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