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Dürfen Duvan Zapata und Co. im Mailänder Fußballtempel jubeln? © ANSA / PAOLO MAGNI

Mailands Bürgermeister bietet Atalanta das San Siro an

Atalanta ist für seine erstmalige Champions-League-Teilnahme weiter auf der Suche nach einer geeigneten Spielstätte. Nun kommt ein unerwarteter Vorschlag aus der benachbarten Modemetropole.

Atalanta hatte sich wochenlang um eine Sondergenehmigung für das heimische Gewiss Stadium bemüht, damit die Fans den historischen, ersten Champions-League-Spielen in der eigenen Stadt beiwohnen können. Die Heimspielstätte inmitten Bergamos wird bis 2021 in eine moderne Fußballarena umgebaut. „Die Verantwortlichen der UEFA haben uns aber Auflagen genannt, die wir in dieser kurzen Zeit nicht umsetzen können“, wird Klubboss Antonio Percassi in italienischen Medien zitiert. Außerdem müsste die Zuschauerkapazität auf unter 20.000 gesenkt werden, wodurch der Abo-Verkauf stark eingeschränkt wäre.

Also muss Atalanta, wie bereits in den vergangenen beiden Jahren in der Europa League, in die Ferne schweifen. Zur Auswahl steht neuerlich das Mapei Stadium in Reggio Emilia. Dort hat die Gasperini-Elf zwar nur einen von 14 internationalen Auftritten verloren, allerdings liegt das Ausweichstadion gute zwei Autostunden von Bergamo entfernt.

„Ich würde mir die Spiele anschauen gehen“
Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala
Die ersten beiden Heimspiele der Serie-A-Saison bestreitet Atalanta in Parma, doch auch das Tardini-Stadion entspricht nicht internationalen Anforderungen. Und so tritt Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala jetzt auf den Plan: „Ich fände es eine sympathische Aktion, wenn wir Atalanta für die Champions League ins San Siro holen. Ich würde jedenfalls ins Stadion gehen und mir die Spiele anschauen.“ Die Idee scheint verlockend. Zum einen wäre der Fußballtempel im Westen Mailands nur 50 Kilometer von Bergamo entfernt, zum anderen würde das 80.000 Zuschauer fassende Stadion einer größeren Zahl der als reisefreudig bekannten Atalanta-Fans Platz bieten, als das deutlich kleinere in Reggio Emilia.
Milan-Fans stellen sich quer
Sala schiebt aber hinterher: „Die Entscheidung fälle nicht ich, sondern unsere beiden Mailänder Vereine.“ Und da liegt der Haken. Zwar wäre die Verfügbarkeit aufgrund des Europa-League-Ausschlusses von Milan gegeben, doch im rot-schwarzen Fanlager regte sich nach Bekanntwerden des möglichen Gastspiels des verhassten Rivalen sofort Widerstand. Für Atalanta und seine Anhänger heißt es somit weiter Warten.

Autor: fop

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