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Cristiano Ronaldo war nach seiner Auswechslung bedient. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Ronaldos Wut-Auftritt schlägt hohe Wellen

Juventus gewann am Sonntagabend gegen Milan mit 1:0 – davon sprechen im Nachhinein aber nur mehr wenige. Vielmehr sorgt das Wechsel-Eklat um Cristiano Ronaldo für Wirbel.

Der Portugiese wurde bekanntlich von Trainer Maurizio Sarri nach 55 Minuten vom Feld geholt. Daraufhin warf der Superstar seinem Trainer wütende Blicke und auch einige Wortfetzen zu, trottete schnurstracks in die Kabine und soll das Stadion sogar 3 Minuten vor dem Schlusspfiff schon verlassen haben ( SportNews berichtete). Eine Aktion, die für Ärger sorgte.

Nach dem Handshake mit dem späteren Siegtorschützen Paulo Dybala trottete Ronaldo in die Kabine. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Trainer-Ikone Fabio Capello, der als TV-Experte tätig ist, attackierte CR7 scharf. „Die Tatsache, dass er nicht auf der Bank Platz nahm und Sarri beschimpfte, gibt kein schönes Bild ab. Man muss ein Champion sein, auch wenn man ausgewechselt wird, nicht nur, wenn alles gut läuft“, so der ehemalige Star-Trainer, der noch einen draufsetzte: „Die Wahrheit ist, dass Ronaldo seit 3 Jahren keinen Gegner mehr ausgespielt hat. Ich erinnere mich, als er seine Gegner überholt hat und sie zurückließ. Jetzt passiert das nicht mehr.“
Keine Konsequenzen für Ronaldo
Juve-Coach Maurizio Sarri spielte den Vorfall herunter und verwies auf körperliche Probleme, die Ronaldo letzthin hatte. „Er hat in den letzten Monaten leichte Probleme mit seinem Knie. Man muss ihm dankbar sein, dass er sich zur Verfügung gestellt hat“, so der Trainer. Angesprochen auf die angebliche Flucht aus dem Stadion entgegnet Sarri: „Wenn es stimmt, dass er vor Spielende gegangen ist, ist es ein Problem, das er mit seinen Teamkollegen lösen muss.“

Der Frust-Abgang hat dennoch hohe Wellen geschlagen. Die Gazzetta dello Sport etwa widmete dem Thema am Dienstag 3 volle Seiten sowie das Titelblatt. Wie die Sportzeitung schreibt, gebe es für Ronaldo – der aufgrund der Länderspielpause schon in Portugal ist – keine Konsequenzen. Allerdings soll die Chefetage bereits am Sonntag mit dem Agenten des Superstars, Jorge Mendes, telefoniert haben und will auch mit Ronaldo ein klärendes Gespräch führen.



Der Superstar selbst hat sich auf den sozialen Netzwerken zu Wort gemeldet, sich dabei allerdings nicht zu seinem Wut-Auftritt geäußert. „Schwieriges Spiel, wichtiger Sieg! #finoallafine“, schrieb CR7, der nun mit Portugal die abschließenden Gruppenspiele gegen Litauen und Luxemburg bestreitet.

Autor: det

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