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Italiens Sportminister Spadafora hat die Serie-A-Vereine in einem Interview abgewatscht. © ANSA / GIUSEPPE LAMI

Sportminister rechnet mit Serie A ab: „Leben in ihrer Blase“

Seit Tagen pochen viele italienische Fußballvereine darauf, in den nächsten Wochen wieder mit ihrem Sport zu beginnen. Vor allem die Serie A fürchtet seit Beginn der massiven Coronakrise in Italien um ihren Status in der Fußballwelt. Jetzt schob Sportminister Vincenzo Spadafora den Klubs einen Riegel vor.

Cagliari wollte bereits vor zwei Wochen wieder mit dem Training beginnen, auch Milan, Napoli und Lazio hatten bereits einen Wiederbeginn des Trainings terminiert. Schlussendlich hat kein Serie-A-Verein begonnen zu trainieren – anders als zum Beispiel in Deutschland, wo mehrere Klubs wieder auf dem Sportplatz stehen. Das soll in Italien nicht passieren. Im Laufe der nächsten Woche will die Regierung ein Gesetz erlassen, wonach es im April keine Sportveranstaltungen (inklusive Trainings) geben wird.

„Der Sport besteht nicht nur aus Fußball.“
Vincenzo Spadafora

In den letzten Tagen kam vermehrt die Hoffnung auf, dass der italienische Profifußball Anfang Mai seinen Dienst wiederaufnehmen könnte. Auch FIGC-Boss Gabriele Gravina nährte dieses Thema. Jetzt allerdings hat Sportminister Spadafora klar Stellung bezogen und dem Vorhaben in einem Interview mit La Repubblica einen Riegel vorgeschoben: „Die Serie A wird nicht am 3. Mai weitergehen. Das ist total unrealistisch.“ Dann legte Spadadora nach und watschte die Klubs richtiggehend ab.

„Die Vereine haben schon beim Zeitpunkt des Aufhörens versagt. Sie leben in ihrer eigenen Blase und über ihren Möglichkeiten. Das beginnt ganz einfach bei den Millionengehältern der Profis“, so der Sportminister – und weiter: „Die Vereine müssen endlich verstehen, dass nach dieser Krise nichts mehr so sein wird, wie es vorher war. Der Sport besteht nicht nur aus Fußball und der Fußball nicht nur aus der Serie A.“

Autor: cst

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