a Serie B

Was Neo-Trainer Pierpaolo Bisoli an der Seitenlinie abzieht, ist großes Kino. © Bordoni

Der große Hoffnungsträger des FC Südtirol

Der FC Südtirol hat am Sonntag gegen Pisa seinen ersten Sieg in der Serie B gefeiert. Dabei waren alle Augen auf einen Mann gerichtet.

Ohne Zweifel: Raphael Odogwu oder Doppeltorschütze Matteo Rover waren die auffälligsten FCS-Spieler beim 2:1-Heimsieg gegen Pisa. Dennoch richteten viele der 3.000 Zuschauer im Drusus-Stadion ihre Blicke an die Seitenlinie. Dort motivierte der neue Trainer Pierpaolo Bisoli seine Mannschaft, wo er nur konnte. Sein Coaching-Stil erinnert ein wenig an jenen von Antonio Conte. Bisoli kommentiert fast jede Aktion seiner Spieler. Balleroberungen oder gewonnene Defensivzweikämpfe feiert der 55-jährige Fußballlehrer fast wie ein geschossenes Tor. Er lebt das Spiel förmlich.


Fest steht: Bisolis Art hat seine Mannschaft angesteckt. In knapp einer Woche richtete er die Köpfe seiner Spieler wieder auf und führte sie bei seinem Debüt zum ersten Serie-B-Sieg. „Wir haben heute großen Charakter gezeigt. Teilweise haben wir auch guten Fußball gespielt, wobei wir uns beim Spiel mit dem Ball noch klar verbessern müssen. Ich möchte auch einen Dank an das Publikum aussprechen. Es war fantastisch heute“, sagte ein sichtlich glücklicher Bisoli auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

„Wir haben heute großen Charakter gezeigt.“ Pierpaolo Bisoli

Bisoli hat bei seinem Debüt bewiesen, dass er ein erfahrener Coach ist. So hatte Pisa in der ersten Halbzeit durchaus ein paar Tormöglichkeiten vorgefunden. Als Reaktion darauf wechselte er zur Pause die Neuzugänge Crociata und Schiavone ein und verstärkte dadurch das zentrale Mittefeld. Somit hatte Pisa in der zweiten Halbzeit weniger Platz in den Räumen vor der FCS-Abwehr. Dazu hatte Bisoli am Sonntag mit Giovanni Zaro nur einen gelernten Innenverteidiger zur Verfügung. Bisoli jammerte nicht rum und stellte den gelernten Rechtsverteidiger Giovanni Berra in der Innenverteidigung auf.

Pierpaolo Bisoli kickte früher in der Serie A.


Ein Sonderlob von Bisoli gab es nach dem Spiel für Stürmer Odogwu, der den ersten Elfmeter geschickt herausholte: „Er hat ein unglaublich gutes Spiel gemacht, hat so viele Bälle festgehalten und war selbst immer wieder gefährlich.“ Damit war vor der Saison nicht unbedingt zu rechnen. Beim Italo-Nigerianer bekommt man den Eindruck, dass seine Spielweise besser zur Serie B passt. In der Vorsaison spielte er nur selten so stark wie in den bisherigen ersten Saisonpartien.
„Dieser Kader kann in dieser Liga bestehen.“ Pierpaolo Bisoli

Bisoli war jedenfalls nach dem Spiel rundum zufrieden: „Hier habe ich alles, um gut zu arbeiten. Heute hatte ich 8 Spieler (Tait, Curto, Siega, Sprocati, Vinetot & Co., Anm. d. Red. ) nicht zur Verfügung. Und trotzdem hatten wir eine schlagfertige Truppe. Dieser Kader kann in dieser Liga bestehen und ich bin mir sicher, dass wir spätestens in der letzten Sekunde des Playouts die Klasse halten werden. Dafür müssen wir aber hart arbeiten. Ich habe immer noch das Feuer für den Trainer-Job, sonst wäre ich schon in Pension gegangen.“ Fakt ist: Bisoli hat in seinen wenigen Tagen dem FCS bereits einen neuen Glauben an den Klassenerhalt verliehen.

Schlagwörter: Fussball Serie B FC Südtirol

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