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Angekommen in der Serie B: Der Bozner Emanuele Zuelli ist fixer Bestandteil des Profikaders von Chievo Verona. © E. Zuelli

Emanuele Zuelli: Dieser Bozner hat Großes vor

Der Name Emanuele Zuelli wird den meisten Südtiroler Fußball-Fans nicht viel sagen. Und trotzdem ist der junge Bozner eines der größten Talente unseres Landes. Über seinen etwas anderen Weg und den Traum von der Serie A hat er mit SportNews gesprochen.

Wenn man Emanuele Zuelli beim Fußballspielen beobachtet, erinnert das ein wenig an Toni Kroos: Der 18-jährige Bozner verteilt vor der Abwehr geschickt die Bälle, hat eine feine Ballbehandlung, diktiert das Tempo, leistet sich nur wenige Fehler und kann mit seinem festen Schuss auch ordentlich für Gefahr sorgen. „Toni Kroos hat aber ein paar Trophäen mehr gewonnen als ich“, muss Zuelli – angesprochen auf diesen Vergleich – schmunzeln. „Mir persönlich gefällt Thiago Alcantara gut. Wie der den Ball behandelt, das ist schon besonders“, schwärmt der Youngster.


Ein großes Vorbild habe er nicht, so Zuelli. Wohl aber einen großen Traum: „Natürlich ist die Serie A mein großes Ziel. Dort wollen alle hin.“ Dass der Bozner schon auf einem guten Weg ist, hat er in den letzten Monaten gezeigt, in denen er auf der berühmt-berüchtigten Karriereleiter schon die ersten, wichtigen Schritte mit Bravour gemeistert hat. „Die vergangene Saison habe ich mit der Primavera-Mannschaft von Chievo Verona begonnen“, so Zuelli, der gleichzeitig auch Kapitän war. „Im Dezember ist dann die Einladung der ersten Mannschaft gekommen.“

Im Winter wurde Zuelli von der Primavera-Mannschaft in den Profikader befördert. Die ersten Einsätze ließen nicht lange auf sich warten.


Fortan trainierte Zuelli also mit der Serie-B-Mannschaft des Veroneser Traditionsklubs, wo er es auf 8 Meisterschaftseinsätze gebracht hat – 2 Mal stand er sogar in der Startelf. „Highlight waren für mich die Play-offs. Wir sind zwar im Halbfinale ausgeschieden, doch ich habe wichtige Erfahrung gesammelt. Es ist für einen 18-Jährigen nicht selbstverständlich, in solchen Partien zum Einsatz zu kommen.“
Bei einem Testkick mit Gröden entdeckt
Nicht nur wegen diesen Aussagen macht Zuelli trotz seines jungen Alters schon einen sehr reifen Eindruck, sondern auch, weil er das Gefühl vermittelt: Ich weiß, was ich will. Seine ersten fußballerischen Schritte machte der in Meran geborene, aber in Bozen wohnhafte Zuelli bei Neugries und Bozen 96, anschließend kickte er 3 Jahre lang in der Talentschmiede des FC Südtirol, ehe der ungewöhnliche Schritt zum FC Gröden („ich wollte eine neue Realität sehen“) erfolgte.

Dass ausgerechnet dort das Sprungbrett zum Profifußball postiert war, ist Ironie des Schicksals. Jedenfalls wurde Zuelli bei einem Testkick von Chievos Scouts ausgemacht, weshalb er künftig mehrere Male in der Woche zu Trainings nach Verona fuhr.

Ausgebildet wurde Zuelli (Nummer 10) u.a. auch im Jugendsektor des FC Südtirol.

In der Saison darauf wurde Zuelli – im Alter von 14 Jahren – fix für Chievo tesseriert. Seitdem wohnt er auch in Verona. „Ich habe Glück, denn richtig Heimweh hatte ich nie. Außerdem ist Bozen ja nicht so weit weg von Verona“, erklärt der Youngster, der im Sommer die Matura-Prüfung abgeschlossen hat und sich nun voll und ganz auf Fußball konzentrieren kann.
Den ersten Profi-Vertrag schon unterschrieben
Bei Chievo hält man jedenfalls große Stücke auf den jungen Mittelfeldspieler: Schon im Jänner unterschrieb Zuelli mit gerade einmal 18 Jahren seinen ersten Profivertrag beim Serie-B-Klub. Nach seiner ersten richtigen Vorbereitung mit den Profis strotzt der junge Mann vor Tatendrang. „Meine Ziele heuer? Wenn ich die Chance bekomme, zu spielen, dann will ich da sein.“

Übrigens wird Zuelli heuer nicht der einzige Südtiroler im Kader von Chievo Verona sein: Am Dienstag wurde bekannt, dass der Pfattner Manuel De Luca künftig für die Veronesi stürmen wird.

Autor: det

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