a Fußball

Johannes Piffrader führte Ahrntal auf Anhieb in die oberen Tabellengefilde.

Johannes Piffrader: „Die Serie D ist für Südtiroler Vereine eine Utopie”

Am Sonntag musste der SSV Ahrntal zum ersten Mal in diesem Jahr das Feld als Verlierer verlassen. Coach Johannes Piffrader hat das Ende der Erfolgsserie bereits abgehakt: „Die Niederlage hat sehr geschmerzt, doch unterm Strich muss man sagen, dass das Liebäugeln mit dem Aufstieg in die Serie D ohnehin größenwahnsinnig ist.“

Die 0:1-Niederlage der „Töldra” in Levico ist die große Überraschung des 24. Oberliga-Spieltags. Wen wundert’s? Fingen sich Aichner und Co. in dieser Saison doch gerademal fünf Pleiten ein. Zuletzt war dies am 18. November 2012 beim 0:1 gegen den FC Obermais der Fall. „Diese Niederlage schmerzt, keine Frage. Zumal wir zwei Elfmeter verschossen haben und Levico für den einzigen Torschuss mit dem Siegtreffer belohnt wurde. Doch das ist abgehakt, jetzt müssen wir nach vorne schauen.“


Serie D ist für die Südtiroler außer Reichweite

Fünf Runden vor Schluss führt der SSV Ahrntal das Feld der Südtiroler Oberligisten mit 39 Punkten an. Man möchte annehmen, dass die Rot-Weißen mit nur sieben Zählern Rückstand auf Ligakrösus Dro durchaus noch Aufstiegsambitionen hegen, doch Piffrader hat für solche Spekulationen nichts übrig. Im Gegenteil, er findet klare Worte: „Man muss ehrlich zu sich selber sein. Für die Südtiroler Teams ist die Serie D eine Utopie. Ich denke, dass keiner der heimischen Oberligisten den Schritt ins Ungewisse wagen möchte. Einzig der SSV Brixen könnte vielleicht aufgrund seines gut aufgestellten Jugendsektors den Aufstieg als Ziel ausrufen. Der Qualitätsunterschied zur Oberliga wäre aber dennoch extrem.“ Piffrader spricht aus Erfahrung, hat er doch bereits vor Jahren mit Bruneck in der fünfthöchsten Liga gespielt. „Die Serie D ist eine andere Welt, die für uns in St. Johann aus mehreren Gründen außer Reichweite ist.“


Meisterschaftsendspurt

Dennoch hat sich Piffrader in seiner ersten Saison als Oberliga-Trainer klare Ziele gesetzt: „Ich will mit Ahrntal unbedingt unter die ersten fünf. Auch wenn ich eingestehen muss, dass die Tabelle in meinen Bewertungen nur eine Nebenrolle spielt, ebenfalls die Tatsache ob wir nun als bestes Südtiroler Team abschneiden. Wichtig ist, dass die Jungs Freude am Spiel haben und mit Leidenschaft ihrem Hobby folgen.“ Der Übungsleiter aus St. Georgen hat einen Favoriten für den Meistertitel in der Oberliga ausgemacht: „Tabellenführer Dro hat vielleicht die besten Karten, doch ich tippe auf die Fußballer aus Comano. Sie haben das Zeug, die ganz große Überraschung zu schaffen.“

Autor: sportnews

Kommentare ( ... )

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..