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Nationaltrainer Ronald Koeman will gegen Deutschland überzeugen. © APA/afp / OLAF KRAAK

Dieses Mal ohne Entgleisung: Koemans Rückkehr nach Hamburg

Diese Szene verfolgt Ronald Koeman noch heute: Nach dem 2:1-Sieg im Halbfinale der EM 1988 in Hamburg gegen den ungeliebten Gastgeber Deutschland wischte sich der damalige Abwehrchef der Niederländer auf dem Rasen mit dem Trikot von Olaf Thon symbolisch den Hintern ab. „Ich war jung und voller Emotionen“, erklärt der heutige Bondscoach mit dem Abstand von Jahrzehnten.

31 Jahre nach jener spektakulären Geste kehrt der 56-Jährige als Chef an der Seitenlinie mit einer ganz anderen Generation von Oranje-Fußballern am Freitag (20.45 Uhr) nach Hamburg ins Volksparkstadion zum EM-Qualifikationsspiel zurück. Koeman wirkt heute in sich ruhend. Entgleisungen wie damals sind von ihm nicht mehr zu erwarten. Koeman interessiert vor allem die Gegenwart. Ähnlich wie Bundestrainer Joachim Löw muss auch er einen Umbruch in der Elftal vollziehen.

De Ligt als Sorgenkind
Die Niederländer schlugen zuletzt in der Nations League Teams wie Weltmeister Frankreich und England und besiegelten Deutschlands Abstieg mit einem Sieg und einem Unentschieden. Im Finale der Nations League gab es dann ein knappes 0:1 gegen Europameister Portugal. Prunkstück der Elftal ist die Abwehr mit Europas Fußballer des Jahres Virgil van Dijk vom FC Liverpool und dem hochbegabten Matthijs de Ligt. Doch ausgerechnet der 20-Jährige ist das Sorgenkind.

Erlebte einen unglücklichen Einstand bei Juventus: Matthijs de Ligt. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Der Jungstar war noch vor wenigen Monaten als Kapitän an der wunderbaren Reise von Ajax Amsterdam bis in das Halbfinale der Champions League beteiligt. Nun erlebte er am vergangenen Samstag ein unglückliches Debüt bei Juventus. Beim 4:3 gegen Napoli wurden ihm alle drei Gegentreffer in der letzten halben Stunde angekreidet. „Ich hat mein Vertrauen. Es ist klar, dass er noch Anpassungsprobleme hat“, meint Koeman.

Mit drei Punkten sind die Niederländer (3 Punkte/2 Spiele) hinter Nordirland (12/4) und Deutschland (9/3) in der Quali-Gruppe C derzeit Dritter. Ein Sieg gegen Deutschland würde da weiterhelfen – wie vor 31 Jahren, nur ohne Entgleisungen.

Autor: cst/dpa

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