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UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. © APA/afp / RICHARD JUILLIART

EM-Ausschluss für Super-League-Spieler?

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat Nationalspielern der Clubs aus der angekündigten Super League mögliche Konsequenzen für die EM diesen Sommer angedroht.

„Die Spieler, die in diesen Teams spielen, die vielleicht in einer geschlossenen Liga spielen, werden von der Weltmeisterschaft und Europameisterschaft ausgeschlossen“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin am Montag.


Wann dies geschehen werde, ließ der Slowene allerdings noch offen. Es sei „zu früh“, um über rechtliche Konsequenzen zu sprechen. Es solle aber „so früh wie möglich“ geschehen. Zuvor hatten 12 Spitzenvereine angekündigt eine eigene, internationale Super League gründen zu wollen. Diese stünde in direkter Konkurrenz zur Champions League der UEFA.

„Wir stehen alle gemeinsam gegen dieses Nonsens-Projekt. Alle 55 Verbände sind gegen die zynischen Pläne“, sagte Ceferin und griff die abtrünnigen Clubs scharf an: „Solidarität ist etwas, das für immer steht. Für manche ist Solidarität und Einheit etwas, das nicht existiert. Das Einzige, das für sie zählt, ist ihre eigene Tasche.“

„Ich möchte nicht viel über Agnelli sprechen. Er ist die größte Enttäuschung von allen“.
EFA-Präsident Aleksander Ceferin

Ceferin attackierte vor allem Andrea Agnelli scharf. „Ich möchte nicht viel über Agnelli sprechen. Er ist die größte Enttäuschung von allen“, sagte der UEFA-Boss über den Präsidenten von Juventus Turin. „Ich habe noch nie eine Person getroffen, die so viel gelogen hat, wie er es tat.“ Agnelli war als Vorsitzender der Europäischen Club-Vereinigung ECA auch Mitglied der UEFA-Exekutive. Damit war der Italiener auch an der Ausarbeitung der Reform der Champions League, die die UEFA am Montag verabschiedete, beteiligt. Es wurde erwartet, dass Agnelli seinen UEFA-Posten zeitnah aufgibt. Bereits am Montagabend wurde der 45-jährige Italiener nicht mehr auf der UEFA-Website als Exko-Mitglied geführt.

FIFA-Präsident Gianni Infantino wähnt Ceferin im Kampf gegen die neue Super League dagegen auf seiner Seite. „Ich glaube, ja“, antwortete der Slowene am Montag während eines Mediengespräches auf die Frage, ob er Infantino noch vertraue. Der Schweizer habe seine volle Unterstützung zugesagt. „Ich freue mich darauf, ihn morgen zu hören“, sagte Ceferin mit Blick auf den UEFA-Kongress am Dienstag, bei dem Infantino eine Rede halten wird.

Schlagwörter: Fussball

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