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Ausgelassener Jubel bei Nordmazedonien. © APA/afp / THILO SCHMUELGEN

Nordmazedonien feiert: „Das Wunder von Duisburg“

Nordmazedonien hat am Mittwochabend in Duisburg im Rahmen der WM-Qualifikation Deutschland bis auf die Knochen blamiert. Die Reaktionen aus dem Balkanstaat.

Die neuen „Helden“ Nordmazedoniens wurden noch am Stadionzaun von einer kleinen Gruppen euphorischer Fans empfangen. Während der Mannschaftsbus gegen Mitternacht laut hupend davonfuhr, stimmten sich die rund 100 Anhänger nach dem historischen Sieg gegen eine vorgeführte deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf eine lange Nacht ein. „Dieser Sieg ist für die ganze Nation“, sagte Auswahltrainer Igor Angelovski. Videos von der Abfahrt in den Sozialen Medien zeigen, dass auch seine Spieler in bester Feierlaune waren. „Diese Jungs haben unsere Nation einmal mehr stolz gemacht – gegen den viermaligen Welt- und dreimaligen Europameister“, sagte Angelovski nach dem 2:1 von Duisburg. „Meine Spieler sind Helden. Ich widme den Sieg meinen Spielern und meinen Kindern.“


In der WM-Qualifikationsgruppe J belegt Nordmazedonien mit sechs Punkten Platz zwei hinter Armenien – und vor Deutschland. Die Fans des Balkan-Landes träumen längst vom nächsten Coup nach der Qualifikation für die EM in diesem Sommer über die Playoffs. „Das Wunder von Duisburg“, schrieb das Internetportal vecer.mk. Der Sieg zeige dass Angelovskis Team für „große Wettbewerbe wie die Europameisterschaft gerüstet ist“, stand bei makfax.com: „Bravo!“

Löw sucht nach Erklärungen
Die mit großem Aufwand bissig verteidigenden Nordmazedonier um Altstar Goran Pandev hatten der DFB-Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw mit zunehmender Spieldauer den Schneid abgekauft. „Wir haben nicht dieses Tempospiel gehabt, nicht diese schnellen Ballpassagen“, sagte Löw, was Angelovski auch als Lob für die eigene Taktik auffassen konnte. Pandev (45.+2) noch vor der Pause und Eljif Elmas (85.) stürzten den 65. der FIFA-Weltrangliste mit ihren Toren ins Glück.

„Unsere Mannschaft spielte ein perfektes Match, sicher und entschlossen in der Verteidigung und chirurgisch präzise im Angriff“, urteilte das Portal telma.mk.com. Angelovski sagte in eigener Mission: „Ich habe meinen Kritikern das Maul gestopft.“ Das Rückspiel steigt am 11. Oktober in Nordmazedonien – möglicherweise schon wieder vor Tausenden euphorischer Fans.

Autor: dpa

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