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Cenk Tosun (rechts) sorgt mit seinem Salut-Jubel für viel Furore. © APA/afp / STRINGER

Salut-Eklat bei Nationalspiel zwischen Türkei und Albanien

Am Freitagabend trafen in Istanbul die Nationalmannschaften von der Türkei und Albanien aufeinander. In der 90. Minute traf Cenk Tosun vom FC Everton zum 1:0-Siegtreffer für seine Türkei, der anschließende Jubel sorgt nun für Wirbel und könnte eine Sanktionierung der UEFA mit sich ziehen.

Nach seinem Treffer stellte sich Tosun mit einigen Mitspielern vor die Ehrentribüne und salutierte. Damit machte er auf die in dieser Woche gestartete türkische Offensive auf Kurdengebite in Syrien aufmerksam und bekundete seine Unterstützung.


Grundsätzlich verbietet die UEFA alle politischen Botschaften von den Sportlern. Deshalb könnte dieser Militärsalut-Jubel Konsequenzen für die Türken mit sich ziehen.
Cenk Sahin von St. Pauli löst Empörung aus
Auch Cenk Sahin vom FC St. Pauli hat sich via Instagram für die Offensive gegen die Kurden ausgesprochen und viel Protest von Seiten der Fans und des Vereins geerntet. „Der FC St. Pauli distanziert sich klar von dem Post und dem Inhalt, weil er mit den Werten des Vereins nicht vereinbar ist. Der Verein hat bereits mit dem Spieler gesprochen und arbeitet intern die Thematik auf. Solange die interne Aufarbeitung nicht abgeschlossen ist, wird sich der FC St. Pauli nicht weiter dazu äußern. Nie wieder Krieg!“, schrieb der Verein auf seiner Homepage.

Die Ultras von St. Pauli fordern die Trennung vom türkischen Profi. „Es ist nicht der erste sprachliche und mediale Ausrutscher von Sahin in dieser Thematik, bereits in der Vergangenheit äußerte er sich pronationalistisch, regimetreu und verächtlich über das Sterben der kurdischen Bevölkerung“, schrieben die Fans und fordern die Entlassung von Sahin.

Autor: fs

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