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Werder-Bremen-Star Maxi Eggestein.

„Simon Straudi hat das Zeug für die Bundesliga“

Das Trainingslager der Deutschen U-21-Nationalmannschaft in Natz, das zur Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Italien dient, neigt sich dem Ende zu. Sportnews hat die Zeit noch einmal genutzt und sich mit Werder-Bremen-Star Maximilian Eggestein über Südtirol, Noten in den Zeitungen und Simon Straudi unterhalten.


Wie gefällt es euch hier in Südtirol?

Maximilian Eggestein: „Sehr gut. Das Wetter ist schön, das Hotel ist top, die Trainingsanlage auch. Wir fühlen uns hier sehr wohl.“


Wie schafft es ein Spieler nach einer langen und intensiven Bundesliga-Saison, die Batterien noch einmal aufzuladen für die U-21-Europameisterschaft?

„Wir hatten nach der Saison anderthalb Wochen frei, da hat man Zeit, andere Sachen zu machen und die Batterien eben aufzuladen. An Motivation fehlt es natürlich nicht. So eine EM ist ja noch einmal ein anderes Event als die Bundesliga. Unser Ziel? Als Zwischenschritt wollen wir uns für die Olympischen Spielen 2020 qualifizieren, im weiteren Verlauf ist es dann unser Ziel, um den Titel mitzuspielen.“

Maximilian Eggestein im Duell mit Bayern-Star Franck Ribery. © APA/afp / PATRIK STOLLARZ


Ihr Stern ist in den letzten beiden Jahren so richtig aufgegangen. Wie geht ein junger Spieler damit um, plötzlich ein Star und im Mittelpunkt zu sein?

„Bei mir war es nicht von jetzt auf gleich, sondern ein schleichender Prozess. Klar – man hat nicht allzuviel Zeit, sich an diese Situation zu gewöhnen. Aber im Mittelpunkt zu stehen, das gehört zu unserem Beruf dazu.“


Liest ein junger Profifußballer Zeitungsberichte und Noten über sich?

„Man kommt da nicht drum herum. Es ist jetzt nicht so, dass ich nach dem Spiel auf Notensuche gehe, aber manche Artikel bekommt man eben zwangsläufig mit. Sei es aufgrund der Social Medias, sei es von Freunden oder Kollegen, die einem die Berichte schicken. Man sollte sich dadurch aber nicht zu viel beeinflussen lassen – auch, wenn manch ein Artikel nicht spurlos an einem vorbei geht. Profifußballer sind auch nur Menschen.“

Der Brunecker Simon Straudi hat heuer einen Profivertrag unterschrieben.


Seit einigen Jahren spielt mit Simon Straudi auch ein Südtiroler in Bremen, der erst vor kurzem einen Profivertrag bekommen hat. Was trauen Sie ihm zu?

„Ich traue ihm viel zu. Er hat in letzter Zeit zwar viel mit Verletzungen zu kämpfen gehabt, aber wenn ich ihn mit der U-23 gesehen habe oder wenn er bei uns mittrainiert hat, konnte man sehen, dass er auf jeden Fall super Anlagen hat. Vom Talent her hat Simon das Zeug für die Bundesliga. Um Profi zu werden, spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle. Du musst ein Quäntchen Glück haben und auch einen Trainer, der auf dich setzt. Ich traue ihm die Bundesliga auf jeden Fall zu, zu 100 Prozent kann man es aber nicht sagen. Ich hoffe jedenfalls für ihn, dass er sich durchsetzt.“
Zur Person: Maximilian Eggestein
Maxi Eggestein ist mit seinen 22 Jahren schon ein großer Leistungsträger bei Werder Bremen. In der abgelaufenen Saison hat er alle 34 Spiele von Beginn an bestritten und wurde nur ein Mal ausgewechselt. Eggestein gilt als Laufwunder, das in der vergangenen Spielzeit 409 Kilometer zurückgelegt hat – so viele wie kein anderer Bundesliga-Spieler. Trotz seines jungen Alters ist er schon seit zwei Jahren Stammkraft in Bremen, wo er seinen Vertrag erst kürzlich verlängert hat. Zuletzt zeigte Borussia Dortmund starkes Interesse an Eggestein, blitzte aber ab.

Autor: det

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