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Manuel Lazzari schaffte den Sprung von der Serie D in die Nationalmannschaft. © Massimiliano Vitez/Ag. Aldo Live

Vom Amateur zum Nationalspieler: Das Märchen von Manuel Lazzari

Auch wenn der Start in die Nations League für Italien nicht gelungen ist, dürfte sich ein Spieler zumindest ein bisschen gefreut haben: Manuel Lazzari. Denn der 24-Jährige hat einen besonderen Werdegang hinter sich.

„Das Tempo war enorm. Ich muss hart arbeiten und viel trainieren um solchen Herausforderungen gewachsen zu sein.“ Nach der Pleite der Italiener in der Nations League gegen Portugal war Manuel Lazzari anzumerken, dass er überwältigt von seinem Nationalmannschafts-Debüt war. Auch wenn er anmerkte, dass das Ergebnis „nicht wie gewünscht“ ausfiel, war die 0:1-Niederlage im Estàdio da Luz von Lissabon der Höhepunkt seiner bisherigen Karriere.

Geschichteschreiber mit Spal

2010 machte Lazzari, geboren im November 1993 in Valdagno, seine ersten Schritte bei den Großen. Bei Serie-D-Klub Montecchio, in der fünften italienischen Liga. In der Folge wurde er mit Delta Porto Tolle Serie-D-Vizemeister (2012) und wagte anschließend den Sprung in den Profifußball. Im Alter von 19 Jahren, im Sommer 2013, wechselte Lazzari zu Giacomense – ein Glücksgriff für beide Seiten.

Während Lazzari beim Klub aus San Masi Giacomo erste Profierfahrung sammelte, fusionierte Giacomense ein Jahr später mit Spal. Der Verein aus Ferrara war ein tief gefallener Traditionsklub, der an die glorreiche Vergangenheit anschließen wollte. Spal hatte bis dahin 21 Jahre in der höchsten italienischen Liga gespielt, zum ersten Mal 1920. Durch die Fusion von der beiden Vereine blieb Lazzari in der 2. Division der Lega Pro, damals die vierte Liga. Kurz darauf wurde das Unterhaus des italienischen Profifußballs umstrukturiert. Die vierte Profiliga wurde gestrichen, Lazzari stieg zusammen mit Spal in die dritte Liga auf.

© APA/afp / MIGUEL MEDINA

Manuel Lazzari in seiner Serie-A-Debütsaison gegen Inter.


2014 holte Spal einen neuen Trainer. Leonardo Semplici, der zuvor bei Arezzo, Pisa und den Fiorentina-Junioren nicht sonderlich aufgefallen war. Doch Semplici entpuppte sich als Goldgriff und schrieb Geschichte. 2016 gewann er mit Spal die Serie C, um dann den Durchmarsch in die Serie A zu schaffen. Immer als Leistungsträger mit dabei: der 1,74 Meter große Außenverteidiger Manuel Lazzari. cc

Mancini baut auf die Jugend

In der Serie A ging die Erfolgsgeschichte von Lazzari und seinem Klub weiter. Als Stammkraft (36 Spiele, 2 Tore, 2 Vorlagen) gelang ihm im Vorjahr der überraschende Klassenerhalt mit Spal. Und als sich Italien nicht für die WM 2018 in Russland qualifizierte und Roberto Mancini das Amt des „commissario tecnico“ von Gianpiero Ventura übernahm, schrieb Lazzari das nächste Kapitel seines eigenen Fußball-Märchens.

© APA/afp / FRANCISCO LEONG

Das Debüt in der Nationalmannschaft: Leipzig-Angreifer Bruma rückt Lazzari auf die Pelle.


Mancini setzt bei seinem Vorhaben, die italienische Nationalmannschaft zu verjüngten und neu aufzubauen, nicht auf große Namen. Gianluigi Buffon, Daniele De Rossi, Marco Parolo oder Andrea Barzagli sind nicht mehr mit dabei. Dafür Nicolò Barella, Cristiano Biraghi oder Lazzari. Während Erstgenannter noch auf sein Debüt in der „Squadra Azzurra“ wartet, durften die Außenverteidiger Biraghi und Lazzari in der neuen Nations League ran und dürfen sich künftig Nationalspieler Italiens nennen. Nicht schlecht für einen, der vor zweieinhalb Jahren noch drittklassig unterwegs war. Biraghi spielte zu diesem Zeitpunkt übrigens beim FC Girona, in der zweiten spanischen Liga.

Autor: cst

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