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Neumarkt stieg in die 1. Amateurliga ab

Neumarkts Tenor nach Abstieg: „Der Stachel sitzt tief“

Mit einer denkwürdigen 0:6-Schlappe im alles entscheidenden letzten Spiel gegen Schlern wurde am Sonntag der Abstieg von Neumarkt aus der Landesliga besiegelt. Dass das erste Jahr der Unterlandler in der zweithöchsten Spielklasse des Landes so verlaufen würde, das hätten sich die Verantwortlichen nicht gedacht. Sektionsleiter Klaus Pichler im SportNews-Interview.


Herr Pichler, wie tief sitzt der Stachel nach dem Abstieg aus der Landesliga?

Es ist sicherlich keine angenehme Sache. Wir haben uns das alles ganz anders vorgestellt, lagen sechs Spiele vor Ende noch sechs Punkte vor Freienfeld und somit auf einem halbwegs gesicherten Platz.


Doch dann kamen die letzten fünf Spiele, in denen es nicht nur fünf Niederlagen hagelte, sondern in denen Neumarkt auch keinen einzigen Treffer erzielen konnte…

Genau. Es ist schwierig zu erklären, wie es dazu kommen konnte. Motivation und Einsatz haben bei einigen Spielern sehr gefehlt. In der Offensive haben wir uns die gesamte Saison über schwer getan, Tore zu schießen, diese Schwäche wurde am Ende eklatant sichtbar. In der Defensive wurden wir dagegen für jeden Fehler eiskalt abgestraft. Die 0:6-Pleite am letzten Spieltag tat natürlich weh, den Klassenerhalt haben wir aber schon in den Begegnungen zuvor verspielt.


Vor der Saison holte man namhafte Spieler wie Scaratti, Luca Foldi oder Primerano ins Unterland. Die Ambitionen waren also andere…

Groß waren die Ambitionen sicherlich nicht, doch dass wir am Ende gegen den Abstieg spielen, hätten wir uns nicht gedacht. Nach dem Gewinn der letztjährigen Meisterschaft in der 1. Amateurliga haben uns Spieler wie Schmid, Eheim oder Donquerque verlassen. Wir dachten, dass die neuen namhaften Akteure diese Abgänge kompensieren könnten. Dem war aber nicht so.


Wie geht es mit Neumarkt jetzt weiter?

Bei uns wird es jetzt einen Umbruch geben. Wir wollen vermehrt auf einheimische Spieler und unsere Jugend setzen und die Anzahl der „Auswärtigen“ reduzieren. Die Wunden des Abstiegs sind noch frisch, deshalb hat es noch keine größeren Gespräche gegeben. Auch wer Trainer wird, wissen wir noch nicht.



SN/td


Autor: sportnews