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LASK-Trainer Valerien Ismael zeigte sich reumütig. © APA / HELMUT FOHRINGER

Corona-Skandal beim LASK: „Das war ein Blödsinn“

Der österreichische Fußball-Bundesligist Linzer ASK hat eingeräumt, viermal unrechtmäßig Mannschaftstrainings abgehalten zu haben.

Sowohl Trainer Valérien Ismaël als auch Vizepräsident Jürgen Werner entschuldigten sich am Freitag bei einer Pressekonferenz dafür. „Im Nachhinein können wir sagen: Das war ein Blödsinn, das war ein großer Fehler unsererseits“, sagte Werner. Man habe sich keinen Vorteile verschaffen sondern die Spieler optimal auf die anstehenden Herausforderungen vorbereiten wollen.

„Dieser Spielplan ist extrem gefährlich für die Gesundheit unserer Spieler und auch anderer Spieler“, sagte Ismaël. Werner betonte, dass für die Sportlern bis Dezember permanente Englische Wochen auf dem Programm stehen könnten. Darauf müssten sie gut vorbereitet werden.

Videos von Trainingseinheiten
Die österreichische Fußball-Bundesliga hatte am Donnerstag ein Verfahren gegen den LASK wegen eines Verstoßes gegen den Grundgedanken des Fairplay eingeleitet. Der Liga wurden Videos übermittelt, die eine Trainingseinheit des LASK zeigten. Statt des erlaubten Kleingruppentrainings war darauf ein Mannschaftstraining zu sehen. Erlaubt sind solche Einheiten in Österreich erst seit Freitag. Laut LASK stammen die Aufnahmen vom vergangenen Mittwoch.

Der LASK bei einer Trainingseinheit. © APA / HELMUT FOHRINGER


Der Strafrahmen wegen eines möglichen Fairplay-Verstoßes reicht laut der Rechtspflegeordnung des ÖFB von einer Ermahnung über eine Geldstrafe und Punktabzügen bis zu einem Zwangsabstieg und einem Ausschluss aus dem ÖFB.
LASK wittert heuer die große Chance
Für den LASK geht es dabei nicht zuletzt um die Chance, nach Jahren der Salzburger Dominanz österreichischer Meister zu werden. Die Linzer stehen derzeit mit drei Punkten vor RB an der Tabellenspitze, auf Rang drei folgt Rapid Wien mit sieben Punkten Rückstand auf die Spitze. In der österreichischen Liga stehen noch zehn Spieltage aus.

Die Verantwortlichen des LASK betonten, dass die Corona-Tests der Mannschaft bisher durchweg negativ ausfielen. Daher habe man es für möglich gehalten, ein Mannschaftstraining durchzuführen. „Da sind wir auf einer falschen Fährte gewesen“, sagte Werner.

Autor: apa/det

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

Österreicher und Fairness passt eh nicht zusammen

15.05.2020 18:26

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