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Der Kader des FC Wacker Innsbruck ist startklar. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Saisonstart: Innsbruck will trotz engem Budget überraschen

Am Samstag erfolgt nördlich des Brenners der Startschuss in die neue Fußballsaison. Mit dem FC Wacker Innsbruck will ein Tiroler Traditionsklub die höchste Spielklasse aufmischen.

Vorrangiges Ziel ist der Klassenerhalt, der letztjährige Zweitliga-Meister Wacker darf bei der Rückkehr ins Oberhaus aber von etwas mehr träumen. Die Innsbrucker, mit zehn Meistertiteln nur von den Wiener Großklubs Rapid und Austria sowie Salzburg (Austria und Red Bull zusammen) übertroffen, wollen überraschen – auch wenn in Innsbruck der Sparstift regiert. „Grundsätzlich müssen wir uns finanziell sehr nach der Decke strecken, das ist Fakt“, betonte Trainer Karl Daxbacher.

Etat von 6 bis 7 Millionen

Daher wurden trotz des Abganges von Mittelfeldmann Florian Jamnig zum LASK nur ablösefreie Spieler geholt – und keiner aus der Bundesliga. Mit Innenverteidiger Stefan Meusburger (Hartberg) und Flügelspieler Ilkay Durmus (SV Ried) etwa kamen zwei Akteure, die zuletzt in der zweithöchsten Spielklasse aufgezeigt hatten. „Wir sind dort Meister geworden und haben auch gute Spieler. Die müssen es erst schaffen, jemanden zu verdrängen“, erklärte Daxbacher. „Die werden auf Augenhöhe sein.“

© APA / HERBERT PFARRHOFER

Trainer Karl Daxbacher sieht sein Team gut aufgestellt.

Der 65-Jährige begrüßte den größeren Konkurrenzkampf. Stärker sei der Kader aber vor allem in der Breite geworden. „Das ist ungefähr dieselbe Qualität, das wird das Ganze jetzt nicht um vieles steigern.“ Die Möglichkeit, aus einer höheren Liga Spieler zu verpflichten, fehlt den Innsbruckern bei einem Budget von sechs bis sieben Millionen Euro. Daxbacher: „Die Spieler, die wir holen, müssen es schaffen, Bundesliga-Niveau zu halten oder zu bekommen.“

Auftakt gegen Austria Wien

Und das in kurzer Zeit. Mit dem Saisoneröffnungsspiel am Freitag (20.45 Uhr) bei der Wiener Austria, dem Heimauftakt gegen Sturm Graz, und einem Gastspiel in Altach warten in den ersten Ligawochen schwierige Aufgaben. Patrik Eler verpasst sie mit einem Muskelfaserriss. Der Slowene, der 2016/17 am Tivoli überzeugt hatte, kam als prominentester Neuzugang vorerst leihweise vom französischen Zweitligisten AS Nancy nach Innsbruck zurück.
„Keinen Fall einen Angsthasenfußball praktizieren“
„Ein Eler müsste uns schon helfen“, meinte Daxbacher. Der Trainer-Routinier, der vor allem dem Auftaktspiel bei seinem langjährigen Ex-Klub Austria entgegenfiebert, kann der schwierigen Auslosung auch etwas Positives abgewinnen: „Der Vorteil könnte sein, dass wir als Außenseiter und relativ unbelastet in die Spiele gehen können. Wir sollten auf keinen Fall einen Angsthasenfußball praktizieren, sondern uns wirklich etwas zutrauen.“

Autor: apa/fop

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