a Fußball

Alessandro Campo (links) konnte zwischenzeitlich für den FCS verkürzen

Rückschlag in Salò: Der FC Südtirol verliert 1:3

Am 28. Spieltag der 1. Division Lega Pro musste der FC Südtirol zum ersten Mal seit dem 13. Jänner wieder in den sauren Verliererapfel beißen. Die Weiß-Roten machten am Ufer des Gardasees zwar das Spiel und erarbeiteten sich eine Vielzahl an Hochkarätern - Feralpisalò schoss aber die Tore.

Der FC Südtirol begann bei Feralpisalò im Lino-Turina-Stadion druckvoll. In der sechsten Minuten gab es ein perfektes Zusammenspiel von Furlan und Campo, dessen Flanke zu Iacoponi aber von der Abwehr des Klubs vom Gardasee abgefangen wurde.

Auf der Gegenseite machten es die Hausherren, die defensiv sehr gut standen und so gut wie gar nichts zuließen, besser. Denn in der 12. Minute ging Feralpisalò praktisch mit der ersten Chance in Führung. Bracaletti gab Marcone mit dem 1:0 das Nachsehen. Nach der Balleroberung im Mittelfeld und einem Pass von Montini war die Nummer „7“ der Blau-Grünen schneller als Marco Martin und netzte ein.

Der FCS war vom Rückstand geschockt, fing sich aber mit der Zeit und hatte in der 23. Minute die nächste Möglichkeit. Nach einer Flanke von Uliano stieg Maritato am höchsten, doch der Kopfball war für Branduani im Tor Feralpisalòs sichere Beute (23.).


Cappelletti versucht es mit einem Fallrückzieher

Nur 120 Sekunden nach dieser Aktion trat Campo einen Freistoß, Cappelletti versuchte es mit einem akrobatischen Fallrückzieher, doch Branduani lenkte den Ball irgendwie an die Querlatte, von wo das Leder ins Aus ging.

Auch die nächste Chance hatten die Weiß-Roten, wieder nach einem ruhenden Ball und wieder nach einer schönen Flanke von Campo. Iacoponi kam völlig freistehend zum Kopfball, doch die Nummer eins von Feralpisalò war auf ihrem Posten (33.).
Feralpisalò zynisch: Zweite Chance, zweites Tor

Die Hausherren hatten nur eine Minute später auf der anderen Seite des Spielfeldes ihre zweite Möglichkeit. Und schossen mit Finocchio auch prompt den zweiten Treffer. Besser gesagt köpfelten, denn der sträflich allein gelassene Finocchio nickte nach Montella-Flanke seelenruhig zum 2:0 ein.

In der 42. Minute hätte Testardi möglicherweise auf 2:1 verkürzt, wenn er aus aussichtsreicher Position mit einem Drehschuss nicht einen Spieler von Feralpisalò angeschossen hätte. Der FCS protestierte sogar wegen eines vermeintlichen Handspiels, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen.


Der FCS verkürzt vom Elfmeterpunkt und spielt 40 Minuten mit einem Mann mehr

Im zweiten Spielabschnitt stellte Vecchi seine Mannschaft um. Thiam kam für Uliano, der FCS spielte fortan in einem 4-4-2-System. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff wurde Cortellini nach einer Tätlichkeit im eigenen Strafraum an Campo des Feldes verwiesen. Der FCS bekam zudem einen Elfmeter, den Campo eiskalt verwertete. Mit einem Mann mehr hatten die Gäste noch 40 Minuten Zeit, um die drohende Niederlage abzuwehren.

Feralpisalò zog sich nach dem Ausschluss Cortellinis noch weiter zurück und ließ den Gästen keinen Platz, um ihr flüssiges Kombinationsspiel aufzuziehen. Die Weiß-Roten schnürten den Klub aus Salò und Lonato im eigenen Strafraum ein, doch gute Torchancen blieben zunächst Mangelware.

Erst in der 65. Minute zog Maritato aus aussichtsreicher Position ab, doch Braduani machte den Laden dicht. Nur 120 Sekunden später verschätzte sich die Nummer eins Salòs, doch Testardi brachte den Ball im leeren Tor nicht unter.


Castagnetti macht in der Nachspielzeit das 3:1 für Feralpisalò

Die nächste Möglichkeit hatten die Weiß-Roten in der 78. Minute. Thiam zog ab doch der Ball ging um ein Nichts am Gehäuse der Hausherren vorbei. Thiam war auch an der nächsten gefährlichen Aktion beteiligt, als er fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Ball von rechts in den Strafraum flankte, wo Cappelletti allerdings über das Gehäuse köpfelte.

Es war wie verhext. Auch in der Folge machten die FC-Südtirol-Spieler viel Druck, konnten aber den Ausgleich trotz eines Spielers mehr am Platz nicht mehr erzielen. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit brach Michele Castagnetti den Gästen mit dem 3:1 endgültig das Genick.


Feralpisalò - FC Südtirol 3:1 (2:0)

Feralpisalò: Branduani, Tantardini, Cortellini, Castagnetti, Leonarduzzi, Magli, Bracaletti (ab 76. Tarana), Finocchio (ab 83. Fabris), Montini, Berardocco, Montella (ab 51. Falasco)
Trainer: Remondina

FC Südtirol: Marcone, Iacoponi, Martin, Bertoni (ab 76. Branca), Cappelletti, Bassoli, Campo, Furlan, Testardi, Uliano (ab 46. Thiam), Maritato (ab 85. Pasi)
Trainer: Vecchi

Tore: 1:0 Bracaletti (12.), 2:0 Finocchio (34.), 2:1 Foulelfmeter Campo (50.), 3:1 Castagnetti (90.+5)



1. Division Lega Pro (Gruppe A), 28. Spieltag, Sonntag 24.03.2013

FeralpiSalò - FC Südtirol 3:1
1:0 Bracaletti (12.), 2:0 Finocchio (34.), 2:1 Campo (50., Elfmeter), 3:1 Castagnetti (95.)
Albinoleffe - Tritium 1:1
1:0 Cisse (22.), 1:1 Bortolotto (30.)
Cuneo - Lumezzane 1:1
1:0 Cristini (29.), 1:1 Torregrossa (50.)
Lecce - Pavia 1:0
1:0 Giacomazzi (22.)
Reggiana - San Marino 1:3
0:1 Pelegatti (30.), 0:2 Coda (70.), 1:2 Sprocati (77.), 1:3 Chiaretti (93.)
Trapani - Como 1:0
1:0 Basso (95., Elfmeter)
Treviso - Carpi 1:2
0:1 Della Rocca (22.), 1:1 Stendardo (59.), 1:2 Melara (67.)
Virtus Entella - Portogruaro 2:1
1:0 Di Tacchio (20.), 2:0 Russo (34., Elfmeter), 2:1 Altinier (47.)
spielfrei: Cremonese



Die Tabelle:

1. Trapani 52 Punkte (- 1 Spiel)
2. Lecce 51
3. FC Südtirol 45 (- 1 Spiel)
4. Virtus Entella 43
5. Carpi 41 (- 1 Spiel)
6. San Marino 41 (- 1 Spiel)
7. Feralpisalò 38 (- 1 Spiel)
8. Cremonese 36* (- 1 Spiel)
9. Lumezzane 36
10. Pavia 34
11. AlbinoLeffe 34** (- 1 Spiel)
12. Cuneo 29
13. Portogruaro 29* (- 1 Spiel)
14. Como 25 (-1 Spiel)
15. Reggiana 22 (- 1 Spiel)
16. Tritium 17 (- 1 Spiel)
17. Treviso 13*

* - 1 Strafpunkt
** - 6 Strafpunkte

Autor: sportnews

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210