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Schlanders-Abräumer Fabian Lechthaler muss sich mit seinem Team wohl gegen den Abstiegskampf stemmen.

1. Amateurliga | Favoriten-Ansammlung im Westen

Nach der Ober- und Landesliga stellt die SportNews-Redaktion jetzt die Amateurligen vor. Los geht’s mit der A-Gruppe der 1. Amateurliga. Im Westen ist das Ausmachen der Titelfavoriten nämlich gar nicht so einfach.

Anders als im Vorjahr, als der FC Meran als großer Favorit in die Meisterschaft gestartet ist, gibt es heuer gleich eine Handvoll Favoriten. Die Passerstädter haben die Rückkehr in die Landesliga bekanntlich verpasst und heuer wird es ungleich schwerer.

Die Favoriten
Einen Topanwärter auf den Meistertitel auszumachen ist schwierig. Stattdessen haben viele Klubs die realistische Chance, im nächsten Jahr in der Landesliga zu kicken: Kaltern, Meran, Nals, Salurn, Schlern. Diese fünf Teams sind wohl die heißesten Eisen in der West-Staffel der 1. Amateurliga. Kaltern, Salurn und Schlern haben sich nach dem Landesliga-Abstieg ordentlich rehabilitiert. Die Überetscher konnten mit Thomas Debelyak (St. Pauls), Manuel Russo (Auer), Simon Lotti (Tramin) und Daniel Iardino (Meran) gleich mehrere Hochkaräter an Land ziehen. Minuspunkt des KSV: Trainer Stefano Sonn ist die gesamte Hinrunde lange gesperrt.

Die Nals-Neuzugänge: Manuel Schöpf, Juri Targa, Fabian Töll, Aaron Malleier, Armin Stuefer, Daniele Balzamà, Mauro Madonna und Julian Innerebner. © Facebook

Salurn will nach dem Fall von der Ober- in die Amateurliga so schnell wie möglich zurück. Mit einem rundumerneuerten Kader (beide Gennaccaro-Brüder und Alessio Mariotti sind wieder zurück) soll es künftig wieder bergauf gehen. Schlern, das etwas überraschend in Kreis A geschoben wurde, will mit Neo-Trainer Stefano Paissan (im Vorjahr bei Nals) und Stürmer Andrea Crisci (Salurn) angreifen.

Meran, mit dem bestätigten Trainer Roberto Nicolini und den erfahrenen Rückkehrern Demis Franzoso und Pasquale Colosimo, ist immer ambitioniert. Offen ist freilich, was in der Kurstadt abläuft, wenn der Saisonstart nicht perfekt gelingt. Und schließlich Nals, das unter dem neuen Trainer Alex Sincich das Last-Minute-Aus der Vorsaison noch verdauen muss.

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Aber: Die Etschtaler haben den wohl besten Kader der Liga. Keeper Ivan Taibon und Kapitän Klaus Lechner wurden gehalten, außerdem gleich acht neue Spieler dazu geholt. Einige, wie zum Beispiel Armin Stuefer (Natz), Aaron Malleier (Obermais) oder Daniele Balzamà (Virtus Bozen), gehören zum Besten, was die 1. Amateurliga zu bieten hat. Nals hat allerdings viel einheimische Substanz verloren. Mit Florian Passler (Girlan), Lukas Perkmann (Karriereende) und letzthin auch Ivan Dalceggio (Ziel unbekannt) haben drei Aushängeschilder aus dem eigenen Dorf den Verein verlassen.
Ulten, Haslach & Co: Die Verfolger-Teams
Hinter dem Spitzen-Quintett haben eine Reihe weiterer Teams die Qualität, die Favoriten zu ärgern. Allen voran Ulten, das sich mit vier Hochkarätern verstärkt hat: Aus der Oberliga kamen Marian Schwienbacher (Naturns) und Kevin Platzgummer (Lana), Johannes Pardeller (Terlan) war in der Landesliga unterwegs und Robert Scandella (zuletzt Sarntal) ist in der Südtiroler Fußballszenen sowieso bekannt wie ein bunter Hund.

Davide Santachiara hat das Ulten-Trikot gegen den Trainerstuhl bei Haslach eingetauscht. © M. Dorn


Haslach peilt mit dem neuen Trainer Davide Santachiara (er war im Vorjahr noch Leistungsträger bei Ulten) und Manuel Mariz, der von Schlern kommt, einen Top-5-Platz an. Tirol (mit 9-Tore-Flügelass Alex Somvi und Thomas Haller von St. Martin) ist ebenso wenig zu unterschätzen wie der giftige Aufsteiger Schluderns und Riffian Kuens (mit den Bernard-Brüdern und Neo-Keeper Alessandro Caula von Obermais).
Wer wurde noch nicht genannt?
Vermutlich wird es ein paar der zuvor Genannten in den Abstiegskampf ziehen, auch wenn es vom Potenzial her nicht so sein dürfte. Von der Papierform her dürften Aufsteiger Aldein Petersberg und Schlanders am meisten zittern. Die Vinschger haben Topstürmer Martin Blaas verloren, die Unterlandler gehen ohne nennenswerte Neuerungen in die 1. Amateurliga. Unterschätzen sollte man beide Teams aber nicht, denn in Sachen Kampfkraft und Leidenschaft macht ihnen keiner etwas vor. Gargazon (mit Andreas Vicentin von Terlan) und Frangart (Rückkehrer Rudy Marcadaella sorgt offensiv für Schwung) sollten schon alleine aufgrund ihrer Trainer das Potenzial dazu haben, nicht wie im Vorjahr in den Abstiegssog zu geraten: Roberto Pignatelli hat im Burggrafenamt angeheuert, in Frangart hat jetzt Paolo Tornatore das Sagen.
Fazit
Die A-Staffel der 1. Amateurliga ist eine enorm ausgeglichene und starke Meisterschaft. Viele Mannschaften haben das Potenzial um vorne mitzumischen. Wenn es schlecht läuft, kann der Schuss aber auch ganz schnell nach hinten losgehen. Und weil es auf dem Papier kaum schwache Teams gibt, wird der Abstiegskampf doppelt spannend.

Autor: cst

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