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Die Mühlwalder Fans haben allen Grund zur Freude: Zum 1. Mal in der Vereinsgeschichte ist man aufgestiegen. © SSVM/Facebook / P. Oberlechner

Die Aufstiegsspiele und ihre 2 Gesichter

Unendlicher Freudentaumel bei Freienfeld, Aldein Petersberg und Mühlwald. Bittere und traurige Minen in Nals und Plaus. Der letzte Spieltag im Südtiroler Amateurfußball der Saison 2018/2019 hatte es in sich – und schrieb einige Geschichten.

Das Freienfelder Mini-Wunder
Nach Platz 6 in der Meisterschaft ging Freienfeld – trotz des Pokalsiegs – als Außenseiter in die Playoff-Phase. Die Gegner Nals und Taufers hatten jeweils den Vizemeistertitel errungen und dabei deutlich mehr Punkte gesammelt, als die Wipptaler. Doch am Ende jubelt Freienfeld über die Rückkehr in die Landesliga, während die beiden anderen Klubs in die Röhre schauen. Während Taufers schon fast notorisch in den Entscheidungsspielen scheitert, brachte sich Nals selbst um den Lohn.


Die Etschtaler waren über die entscheidenden 90 Minuten gesehen mit Sicherheit das bessere Team, doch wer selbst in Überzahl (Philip Trenkwalder hatte die Gelb-Rote Karte gesehen) die vielen guten Kontermöglichkeiten nicht in das 2. Tor ummünzen kann, ist selber schuld. „Das Freienfeld-Spiel war ein Spiegel der gesamten Saison. Wenn man nicht imstande ist den Sack zuzumachen, riskiert man, das Unentschieden zu kassieren“, sagt Nals-Co-Trainer Alex Sincich, der in der kommenden Saison als Cheftrainer fungieren wird.

Freienfeld hingegen nutzte eine der wenigen Chancen, um Nals in der 89. Minute in das Tal der Tränen zu stürzen. Die Wipptaler kehren nach nur einem Jahr in der 1. Amateurliga zurück in die Landesliga.
Das Plauser Fußballmärchen ohne Happy End
Wer von 66 möglichen Punkten in der Meisterschaft deren 58 holt, hat sich den Aufstieg schlichtweg verdient. Doch Fakt ist, dass es Plaus trotz allem nicht geschafft hat. Die Untervinschger scheiterten in den letzten Wochen 2-mal so knapp, dass der Nicht-Aufstieg schon fast an Sarkasmus grenzt. Zuerst die Niederlage im Entscheidungsspiel um den Meistertitel im Elfmeterschießen gegen Schluderns. Und jetzt der Last-Minute-Treffer von Aldein Petersberg, der die Reggelberger in die 1. Amateurliga hievt und Plaus wütend und enttäuscht zurück in der 2. Amateurliga lässt.

Zum 2. Mal denkbar knapp gescheitert: Plaus erlebte in Aldein einen bitteren Abend. © Facebook

Enttäuscht darüber, dass man als haushoher Favorit in den Entscheidungsspielen nicht sein Bestes abrufen konnte. Denn sowohl Gais als auch Aldein Petersberg holten in der Meisterschaft satte 14 Punkte (!) weniger als Plaus. Trotzdem konnten die Untervinschger, gespickt mit erfahrenen Spielern aus höheren Ligen, diese Überlegenheit auf dem Papier nicht in Zählbares ummünzen. Und wütend, weil „in der Nachspielzeit die Arbeit von 10 Monaten zerstört wurde“, so Tobias Holzknecht.

„Bei einem Elfmeterschießen entscheidet Glück oder Pech. Aber was am Mittwoch in Aldein passiert ist, hat damit nichts mehr zu tun.“
Plaus-Präsident Tobias Holzknecht

Der Plaus-Präsident will seiner Mannschaft, die in Aldein nach einem Platzverweis in Hälfte 1 in Unterzahl in Führung ging und nach 94 Minuten einen sehr umstrittenen Elfmeter kassierte, keinen Vorwurf machen: „Wir haben uns in den letzten Wochen irgendwie durchgekämpft, aber wir können uns nichts vorwerfen. Wie das Spiel in Aldein entschieden wurde, ist einfach nur bitter.“ Aldein Petersberg jubelt hingegen über die Rückkehr in die 1. Amateurliga, die sie 2017 verlassen haben. Es ist der 2. Aufstieg in der Vereinsgeschichte der Reggelberger, den 1. gab es 2015.

Der SSV Mühlwald jubelt über den 1. Aufstieg in der Vereinsgeschichte.

Endlosen Jubel gab es auch im Pustertal, wo ein Verein zum 1. Mal in seiner 37-jährigen Klubgeschichte den Aufstieg gepackt hat. Die Rede ist vom SSV Mühlwald, der 1982 erstmals an der 3. Amateurliga teilnahm und im Herbst 2019 sein Debüt in der 2. Amateurliga geben wird.

Autor: cst

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