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Aus Südtiroler Sicht: Die SportNews-Top-11 der Oberliga-Saison 2018/2019. © M. Lemanski

Die SportNews-Top-11 der Oberliga

Die Oberliga-Saison 2018/2019 ist beendet – mit Ausnahme der Playoff-Spiele des FC Obermais. Für die SportNews-Redaktion Zeit, um zurückzublicken und die traditionelle Top-11 der besten Südtiroler Spieler der Saison zu bestimmen.

Tor

Renè Pomarè (St. Martin Moos)
Körperlich herausragend, stark auf der Linie und gut im Antizipieren – der Passeirer ist der beste Tormann der Liga. Pomarè strahlt enorme Sicherheit aus, was sich wiederum auf seine Vorderleute auswirkt. Dass St. Martin Moos eine der stärksten Defensivlinien der Oberliga stellt, ist auch sein Verdienst.

Abwehr

Fabian Tratter (Obermais)
Der ehemalige FCS-Jugendspieler hat sich zu einem Topverteidiger der Oberliga gemausert. Musste er zu Anfangszeiten bei Obermais meistens als Außenverteidiger ran, ist er mittlerweile im Zentrum gesetzt. Dort kann Tratter seine Stärken am besten ausspielen, auch weil er stark im Aufbauspiel ist. Fehlte im Playoff-Hinspiel gegen Legnano verletzt, trotzdem einer der Aufsteiger der Saison.
Lukas Höller (Obermais)
Der Fels in der Obermaiser Brandung hat nach dem Karriereende von Andreas Klotzner das Zepter ohne Übergangsprobleme in die Hand genommen. Als Kapitän und Leithammel enorm wichtig, als eisenharter Verteidiger unumstritten. Sein gewaltiger Verdienst am Vizemeistertitel der Blauweißen ist nicht wegzudiskutieren.

Kapitän des Vizemeisters: Lukas Höller von Obermais. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Julian Prünster (St. Martin Moos)
Vom Stürmer in seiner Jugendzeit beim SC Passeier, zum bärenstarken Innenverteidiger bei St. Martin Moos in der Oberliga. Der 24-Jährige ist in der Fußballwelt herumgekommen, wurde bei Mezzocorona und dem FC Südtirol ausgebildet und hat mit Belluno und Fersina in der Serie D gespielt. Mittlerweile ist er einer der Leistungsträger bei den Mortinern, wo er zusammen mit Arthur Tschöll ein fantastisches Verteidiger-Duo bildet.

Mittelfeld

Andreas Priller (Brixen)
Ein Freistoßspezialist, der in der Oberliga seinesgleichen sucht. Priller ist bei Brixen längst ein Leistungsträger. Kleines Manko: Er gönnt sich (noch) zu viele Auszeiten während einer Partie. Schafft er es, diese in Zukunft zu minimieren, dann ist Priller ein absoluter Topspieler in der Oberliga – zu den richtig Guten gehört er bereits jetzt.
Marco Baggio (St. Martin Moos)
9 Treffer stehen für den offensiven Mittelfeldspieler der Mortiner zu Buche – eine top Quote in der Oberliga. Baggio ist der Antreiber von St. Martin Moos, ausgestattet mit einer feinen Klinge und der nötigen Nervenstärke bei Elfmetern (4 von 4 verwandelt).

Zwei Mittelfeld-Asse unter sich: Marco Baggio (links) und Martin Ciaghi. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Martin Ciaghi (Obermais)
Der torgefährlichste Mittelfeldspieler der gesamten Liga. 12 Mal schlug der ehemalige FCS-Akteur zu. Ciaghi ist stark bei Standards, sicher beim Elfmeterschießen (wie Baggio alle 4 Versuche versenkt) und gefährlich mit Distanzschüssen. Im Obermaiser Team zudem eine Führungsfigur.
Stefan Frötscher (Tramin)
Wer mit gerade einmal 19 Jahren 14 Tore in der Oberliga schießt, der darf in der Top-11 natürlich nicht fehlen. Als viele Oberliga-„Experten“ nach den Ausfällen bzw. Abgängen von Fabian Obrist und Bogdan Ungureanu ein Traminer Torflaute prophezeiten, spielte sich der wieselflinke Frötscher ins Rampenlicht und schoss sich in einen Rausch. Mit 14 Treffern (gleich viele wie Kollege Max Dalpiaz) war der Jungspund, der oft auch auf der Außenbahn eingesetzt wurde, nicht nur ein entscheidender Mann in Tramins Power-Offensive, sondern unserer Meinung auch der beste Jugendspieler der Saison.

Angriff

Lukas Hofer (Lana)
Der Gargazoner in Diensten von Lana ist ein Torgarant – und das seit Jahren. Nach dem Aufstieg im Vorjahr stellte Hofer seinen Killerinstinkt auch eine Liga höher unter Beweis. 20 Treffer stehen für ihn zu Buche – 5 davon vom Elfmeterpunkt aus. Im Schnitt traf Hofer in der abgelaufenen Saison alle 122 Minuten. Er war die Überlebensversicherung von Lana.
Jonas Clementi (St. Pauls)
Der Angreifer von St. Pauls war auch schon im letzten Jahr Teil der Top-11. Unser Kommentar damals: Ohne Clementi hätte St. Pauls (das im Vorjahr Rang 3 belegte) gegen den Abstieg gespielt. Damals schoss der Stürmer 17 Tore. Heuer brachte es Clementi auf 25 Treffer, erzielte somit mehr als die Hälfte aller Paulsner Tore und sicherte sich auch noch die Torjägerkrone. Unser Kommentar heute: Ohne Clementi wäre St. Pauls abgestiegen.

Kaum zu halten: Alex Pfitscher von Tramin. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Alex Pfitscher (Tramin)
Dass Alex Pfitscher ein begnadeter Fußballer ist, ist hinlänglich bekannt. Dass er seine 6, 7, 8 Tore die Saison macht, auch. Heuer hat der Angreifer aber alles Bisherige getoppt: Mit 18 Treffern traf er nicht nur erstmals in seiner Oberliga-Karriere zweistellig, sondern belegt auch in der Torjägerliste Rang 4. Besondere Highlights: Seine zwei Hattricks gegen Lana und Brixen sowie der Doppelpack im Pokalfinale gegen Obermais, der beim 3:0-Erfolg von entscheidender Bedeutung war.

Trainer

Luca Lomi (Obermais)
In seiner ersten Saison führte der ehemalige FC-Südtirol-Kapitän die Blauweißen zum Vizemeistertitel. Zugleich schaffte es Lomi, einige Eigengewächse in die Startelf einzubauen – ein Spagat, der nicht immer und jedem gelingt. Lomi hat in Obermais einen top Kader zur Verfügung, einen starken Verein hinter sich und nutzt diese Voraussetzungen um eine top Arbeit abzuliefern – für uns ist er der Oberliga-Trainer des Jahres.

Autor: cst/det

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