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Einigen Fußballer vom ASC Auer winkt der Sprung in die Landesliga. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Erdbeben im Fußball-Unterland: Zwei Klubs fusionieren

Im vergangenen Jahr hat die Fusion von Oberligist St. Martin mit Moos für Furore gesorgt, nun sucht Landesligist Weinstraße Süd den Zusammenschluss mit einem anderen Verein.

Aus 2 mach 1. Das ist die Formel, die sich für den SSV Weinstraße Süd und den ASC Auer als gewinnbringend erweisen soll – so der Plan. Hinter verschlossenen Vereinstüren arbeiten alle Seiten seit Wochen unter Hochdruck an einem Zusammenschluss. Nach SportNews -Informationen wurden mittlerweile bereits die letzten Details geklärt. Der neue Klub wird unter dem Namen Spielgemeinschaft Weinstraße Süd/Auer für die Landesliga gemeldet. Die Heimspiele werden demnach in Zukunft abwechselnd in Kurtatsch, Margreid und Auer ausgetragen. Im Nachwuchsbereich arbeiten beide Vereine bereits seit Jahren zusammen.

So sieht das neue Logo der Spielgemeinschaft aus.


Für Weinstraße Süd, das erst im Jahr 2000 aus dem SV Kurtatsch, dem SV Margreid und dem SV Kurtinig entstanden ist, ist es die zweite Fusion in der noch jungen Vereinsgeschichte.

Was passiert mit dem SC Auer?

Der Traditionsklub vom anderen Etschufer dagegen wird in völlig neue Fahrwasser geleitet. Der 1950 gegründete SC Auer, dessen Fußballsektion rund 150 Aktive zählt, pendelt seit über 45 Jahren zwischen der 1. und der 3. Amateurliga. Als größter Erfolg steht den Fußballern aus der 4.000-Einwohner-Gemeinde ein vierter Platz in der 1. Amateurliga aus dem Jahr 1984 (damals die zweithöchste Spielklasse) zu Buche. Vor einem Jahr stieg Auer in die 2. Amateurliga ab.

Welche Auswirkungen die Fusion auf den Unterlandler Fußball und den Spielermarkt hat, wird sich erst die kommenden Monate zeigen. Wohl auch nachdem feststeht, ob Auer eine eigenständige Mannschaft für die 2. oder 3. Liga meldet. Ob sich dafür im aktuellen Kader und der eigenen Freizeitmannschaft die nötigen Spieler finden lassen, ist aber fraglich. Grundsätzlich sollen zunächst einmal die Akteure beider Talseiten in die Spielgemeinschaft einfließen. Einige Spieler aus der Amateurliga, für die der Sprung in die Landesliga zu groß ist, könnten aber bei der Konkurrenz in den Nachbardörfern unterkommen.

Folgen weitere Zusammenschlüsse?

Ein Auffangbecken für wechselwillige Aurer könnte der FC Neumarkt sein, dem in dieser Spielzeit der zweite Abstieg binnen 12 Monaten droht. Apropos Neumarkt: In Hinblick auf die kommende Saison hält das Tabellenschlusslicht der 1. Amateurliga ebenfalls nach möglichen Kooperationspartnern Ausschau. Mit Laag wird (vorerst) aber nur im Jugendbereich gemeinsame Sache gemacht, Montan setzt weiter auf die Zusammenarbeit mit Tramin und Unterland Berg.

Die beiden Lokalrivalen werden Neumarkt also nächste Saison als Gegner in der 2. Amateurliga herausfordern, das große Unterland-Derby mit Auer wird es dagegen so schnell wohl nicht mehr geben.

Autor: fop

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