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Mittlerweile traurige Gewohnheit: Verwaiste Fußballfelder landauf, landab. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Fußballverband und Politik planen den Re-Start

Mit Wiederöffnung der Schulen soll auch auf den Fußballplätzen im Land Leben Einzug halten. Auf dieses Ziel haben sich der heimische Fußballverband und Landeshauptmann Arno Kompatscher festgelegt.

Seit Monaten herrscht im Südtiroler Fußball totaler Stillstand, doch hinter den Kulissen wird weiter am Re-Start getüftelt. Allerdings gilt: Erst wenn die weiterhin hohen Coronazahlen in Südtirol sinken, ist an eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu denken. „Jeder muss seinen Teil dazu beitragen, dass sich die Gesamtsituation verbessert“, mahnt Klaus Schuster. Der Präsident des Fußballlandesverbands hat von Landeshauptmann Arno Kompatscher in einer Videokonferenz jedenfalls vollste Unterstützung zugesprochen bekommen.

„Und sollten wir erst im Mai wieder spielen, die Hinrunde könnten wir immer noch beenden“
Klaus Schuster, Präsident Fußballlandesverband
Zunächst einmal steht fest, dass bis 28. Februar unterhalb der Serie D in Südtirol keine Spiele und Trainingseinheiten abgehalten werden dürfen. Sollte der Lockdown im Anschluss gelockert werden, dann dürfen auch die Fußballer wieder hoffen. „Sobald die Schulen geöffnet werden, muss auch das Einzeltraining – zumindest für die unzähligen Nachwuchsspieler im Land – wieder möglich sein. Da sind wir uns einig“, erklärt Schuster, der weiter an seinem Vorhaben, die Hinrunden in den Amateurspielklassen über die Bühne zu bringen, festhält: „Und sollten wir erst im Mai wieder spielen dürfen, die ausstehenden Begegnungen aus der Hinrunde könnten wir dann immer noch austragen und somit für eine Wertung der Saison sorgen.“ Offen ist allerdings, wie die Vereine zu diesem Plan stehen, zumal die Spiele dann wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit und damit bei Heimspielen ohne Einnahmequellen ausgetragen werden müssten.
Oberliga-Start im April?
Am deutlichsten zeichnet sich ein Re-Start für die Oberliga-Kicker ab, die unter entsprechenden Rahmenbedingungen im April loslegen könnten. Der nationale Amateurligaverband drängt auf einen sofortigen Wiederbeginn, der sich in der nördlichsten Region Italiens aber noch etwas hinauszögern dürfte. „Aus Rom haben wir immer noch keinen offiziellen Bescheid gekommen. Wir müssten ohnehin den strengen Lockdown in Südtirol abwarten, um wieder ins Training einsteigen zu dürfen“, so Schuster, der für eine verlängerte Vorbereitungszeit für die Südtiroler Oberligisten kämpft: „Im Trentino darf ungehindert Individualtraining durchgeführt werden. Wir müssen unseren Klubs eine Vorbereitung von mindestens fünf Wochen gewähren, ansonsten droht ein sportliches Ungleichgewicht. Das habe ich meinem Amtskollegen in Trient bereits deutlich gemacht.“

Läuft alles nach Plan, rollt in der Oberliga also im April wieder der Ball, die weiteren Ligen könnten im Anschluss folgen. Dem gehen aber weitere Gespräche mit den Vereinen, dem regionalen und dem nationalen Verband voraus – in der Hoffnung, dass die Corona-Pandemie in der Zwischenzeit etwas abschwächt und den Entscheidungsträgern dadurch überhaupt erst das nötige Fundament für einen Re-Start geliefert wird.


Autor: fop

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