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Endlich zurück auf dem Fußballplatz: Tausende Südtiroler Kinder und Jugendliche dürfen zumindest wieder trainieren. © E. Andergassen

„Großer Aufwand“: So läuft der Restart im Jugendbereich

Seit wenigen Tagen dürfen zumindest die Südtiroler Nachwuchsfußballer wieder ihrer Lieblings-Freizeitbeschäftigung nachgehen. Ganz so wie früher ist es aber nicht, denn trotz Coronatests darf nur Training ohne Körperkontakt durchgeführt werden. SportNews hat bei den Vereinen nachgefragt, wie gut die ersten Trainingstage angelaufen sind.

Die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen auf der einen Seite, die überbordende Bürokratie und ein kräftezehrender Aufwand auf der anderen Seite. Für die Südtiroler Amateurfußball-Vereine ist der Restart des Nachwuchstrainings ein Kraftakt. Trotzdem sind sich alle Klubs einig, dass die Möglichkeit, wieder Sport zu betreiben, über allem steht.


Marco Giaquinta von Olimpia Meran freut sich, dass in der Passerstadt wieder Leben auf den Sportplätzen einkehrt. Er sagt aber auch: „Wir in Südtirol sind die einzigen in ganz Italien, die einen Coronatest machen müssen, um Individualtraining zu absolvieren. Wenn es schon einen Test für Freiluftsport braucht, dann müsste doch zumindest normales Fußballtraining möglich sein. So kann es doch nicht weitergehen.“ Olimpia Meran hat keine 1. Mannschaft, widmet sich ausnahmslos dem Jugendfußball und gehört zu den wenigen Vereinen, sie sich als Elite Fußballschule des italienischen Fußballverbandes FIGC bezeichnen dürfen.

Dementsprechend groß ist der Aufwand, den Giaquinta und seine Vereinsmitstreiter zu bewältigen haben. 300 aktive Mitglieder hat Olimpia Meran, inklusive Trainer und Betreuer. Zu allem Überfluss hat sich jetzt ein weiteres Problem aufgetan, berichtet Giaquinta: „Die Gemeinde Meran schließt ab 17. April das Gratis-Testzentrum in Sinich.“

Die Bürokratie als große Hürde
Auch Markus Pircher vom FC St. Pauls weiß um den bürokratischen Hindernislauf: „Um alle Auflagen einhalten zu können, ist ein immenser Aufwand notwenig. Wir haben von allen Spielern eine Eigenerklärung eingeholt, um zu klären, wer mit dem Coronavirus infiziert war. Anschließend haben wir die Gültigkeit der ärztlichen Sportvisiten abgeglichen um deren Gültigkeit zu klären. Dazu kommt die Organisation der Antigen-Test und die Verwaltung der Testergebnisse. Ich verstehe, wenn sich einige Vereine nicht imstande fühlen, das alles zu bewältigen.“ Für Pircher steht allerdings fest: „Wenn nicht wir Vereine die Kinder in Bewegung bringen, dann macht es niemand – auch wenn der Aufwand enorm ist.“

Nach einem halben Jahr ohne Beweung auf den Fußballplätzen, dürfen Kinder und Jugendliche jetzt wieder trainieren. © E. Andergassen

Einer jener Vereine, die noch nicht mit dem Nachwuchstraining begonnen haben, ist der SC Schlanders. „Wir würden gerne in der nächsten Woche beginnen“, heißt es vom Verein. Die Vinschger hoffen darauf, dass die Nasenflügeltests in den Schulen funktionieren – dann könnten die Kinder ohne weitere Coronatests zu absolvieren zum Fußballtraining erscheinen. Auch für Schlanders steht fest: „Wir möchten trainieren, damit die Kinder ihrer Leidenschaft wieder nachgehen können.“
„Pro Mannschaft gibt es im Schnitt nur ein oder zwei Spieler, die auf das Training verzichten.“
Alexander Spitaler, Kalterer SV

Ein positives Zwischenfazit zieht der Kalterer SV. Alle Jugendmannschaften der Überetscher, von der A-Jugend bis zu den Kleinsten, haben das Training wiederaufgenommen. Präsident Alexander Spitaler zeigt sich zufrieden: „Bisher hat es keine Probleme gegeben. In den letzten Wochen haben die Grund- und Mittelschüler immer in der Schule einen Nasenflügeltest gemacht, dank dem sie auch am Nachmittag zum Training durften. Die Oberschüler machten dagegen bei der Teststation in Kaltern regelmäßig einen Test, damit auch sie trainieren durften. Nun ist dieser hinfällig, weil ja ab sofort auch in der Oberschule der Nasenflügeltest zugelassen ist. Die Spieler bringen immer auch eine Eigenerklärung mit. Die Resonanz ist sehr gut: Pro Mannschaft gibt es im Schnitt nur ein oder zwei Spieler, die auf das Training verzichten. Ansonsten sind alle an Bord.“

Schlagwörter: Fussball

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